StartseiteRegionalMecklenburg-VorpommernNeuer Geschäftsführer für PCK in Schwedt

Treuhänderschaft

Neuer Geschäftsführer für PCK in Schwedt

Berlin/Schwedt / Lesedauer: 1 min

Steht die Ölraffinerie auch nach dem 15. September weiter unter staatlicher Kontrolle? Während diese Frage noch unbeantwortet ist, wurde eine andere geklärt.
Veröffentlicht:17.08.2023, 05:59

Artikel teilen:

Nachdem die Bundesregierung im vergangenen Jahr zwei Töchter des russischen Ölkonzerns Rosneft, die die Mehrheit an der Raffinerie PCK halten, unter staatliche Kontrolle und eine Treuhandverwaltung gestellt hatte, war Johannes Bremer als Geschäftsführer eingesetzt worden. Jetzt hat die Bundesnetzagentur als untergeordnete Behörde des Bundes und Treuhänderin einen weiteren Geschäftsführer für das Unternehmen an der deutsch–polnischen Grenze eingestellt.

Geeigneter Kandidat 

Udo Giegerich heißt der zweite Mann an der Spitze – seiner Berufung ging nach Auskunft der Bundesnetzagentur „eine mehrmonatige Suche nach einem geeigneten Kandidaten voraus“. Giegerich soll insbesondere das Ressort Finanzen verantworten. 

Ob die Bestellung Giegerichs ein Indiz dafür sei, dass der Bund auch weiterhin als Treuhänder die Mehrheitsanteile an der Raffiniere halte, wollte das Bundeswirtschaftsministerium auf Nordkurier–Anfrage nicht bestätigen. „Das Unternehmen wurde bereits vor der Anordnung der Treuhandverwaltung von zwei Geschäftsführern geleitet, was auch der Größe und Bedeutung nach angemessen ist“, sagte eine Sprecherin aus dem Haus von Minister Robert Habeck (Grüne). Die Treuhänderschaft muss alle sechs Monate verlängert werden – am 15. September läuft die bisherige Treuhänder–Periode aus.

„Wir sind weiter in Gesprächen, Ergebnisse und Details können wir noch nicht mitteilen“, so die Sprecherin zur ungewissen Zukunft der Beteiligung des Bundes.