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Noch einige Schritte bis zum Brücken-Neubau nach Usedom

Schwerin / Lesedauer: 1 min

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) hat die bevorstehende Aufnahme der Südanbindung Usedom in den Bedarfsplan für die Bundesschienenwege begrüßt, zugleich aber vor voreiligem Jubel gewarnt. Die Reaktivierung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bahnstrecke bleibe für das Land ein wichtiges Thema.
Veröffentlicht:19.10.2023, 17:33

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Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) hat die bevorstehende Aufnahme der Südanbindung Usedom in den Bedarfsplan für die Bundesschienenwege begrüßt, zugleich aber vor voreiligem Jubel gewarnt. Die Reaktivierung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bahnstrecke bleibe für das Land ein wichtiges Thema. „Es geht vor allem darum, über ein attraktives Angebot auf der Schiene den Straßenverkehr auf der Insel zu entlasten. Wir freuen uns über den Rückenwind vom Bund. Aber es sind zunächst noch weitere Schritte zu gehen“, mahnte der Minister. Projekte aus dem „Potenziellen Bedarf“ könnten erst dann in den für die Umsetzung wichtigen „Vordringlichen Bedarf“ aufsteigen, wenn auch deren Wirtschaftlichkeit nachgewiesen sei.

Die Bundestagsabgeordneten Claudia Müller (Grüne) und Erik von Malottki (SPD) hatten am Mittwoch nach einer Sitzung des Verkehrsausschusses in Berlin mitgeteilt, dass der Wiederaufbau der Bahntrasse über die zerstörte Karniner Brücke in das Bundesschienenwegeausbaugesetz aufgenommen werden soll. Am Freitag stehe dazu die Abstimmung im Bundestag auf dem Programm.

Bis zur Zerstörung der Karniner Brücke, die das Festland mit dem Südende der Insel verband, war die Strecke die kürzeste Verbindung zwischen Berlin und Usedom. Derzeit erreichen Bahnreisende die Ostseestrände dort nur über Wolgast weiter nördlich. Die Fahrzeit beträgt vier Stunden, über die Südanbindung wäre sie nach Angaben von Fachleuten nur halb so lang.