StartseiteRegionalMecklenburg-VorpommernOldenburg lehnt Mehrarbeit für Lehrer ab

Personalmangel

Oldenburg lehnt Mehrarbeit für Lehrer ab

Schwerin / Lesedauer: 1 min

Im benachbarten Brandenburg sollen ältere Lehrer länger arbeiten oder mehr Stunden geben. Wäre das auch in Mecklenburg–Vorpommern vorstellbar?
Veröffentlicht:03.03.2023, 08:20

Artikel teilen:

Mit einer deutlichen Absage hat MV–Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) auf Pläne ihrer Amtskollegin Britta Ernst in Brandenburg reagiert. Die SPD–Politikerin will in ihrem Bundesland, dass ältere Pädagogen länger arbeiten oder mehr Stunden unterrichten. So soll dem Personalmangel entgegnet werden.

Reaktion auf Idee aus Brandenburg

„Die Erhöhung der Arbeitszeit und die Rücknahme von Teilzeit oder Anrechnungsstunden sind der falsche Weg. Sie würden den Lehrermangel in MV nicht lösen, sondern verschärfen und dazu führen, dass wir Lehrkräfte in andere Bundesländer verlieren“, machte Oldenburg auf Nordkurier–Nachfrage deutlich. Aus diesem Grund würde MV auch die Möglichkeit zur Teilzeit nicht beschränken. Lehrerinnen und Lehrer hätten individuelle Gründe, in bestimmten Phasen ihres Lebens Teilzeit zu arbeiten, so die Bildungsministerin.

„Wir entlasten mit vielen kleinen Vorhaben unsere Lehrkräfte, weil große Maßnahmen derzeit nicht möglich sind“, sagte Oldenburg und nannte ein Beispiel: So sollen die Altersanrechnungsstunden bereits früher gewährt werden. Bislang erhalten Lehrkräfte ab 57 Jahren eine, ab 60 Jahren zwei und ab 63 Jahren insgesamt vier Altersanrechnungsstunden nach Vollendung des jeweiligen Lebensjahres im folgenden Schuljahr. Künftig sollen sie diese Stunden schon im folgenden Schulhalbjahr bekommen. „Wer Anrechnungsstunden erhält, muss entsprechend weniger Unterricht erteilen“, so die Ministerin.