Verkehrskontrollen

Polizei geht verschärft gegen Drogen am Steuer vor

Neubrandenburg / Lesedauer: 1 min

Wer mit Alkohol oder anderen Rauschgiften fährt, muss im Juni besonders befürchten, aus dem Verkehr gezogen zu werden. Die Polizei in MV hat eine Kampagne gestartet.
Veröffentlicht:01.06.2023, 12:04

Von:
  • Bianka Lenz
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Auf Alkohol und andere Drogen konzentrieren sich Mecklenburg–Vorpommerns Polizisten bei ihren Verkehrskontrollen im Juni. Die themenorientierten Kontrollen der Kampagne „Fahren.Ankommen.Leben“ sind am Donnerstag gestartet.

Fahren unter Drogeneinfluss ist Hauptunfallursache 

„Die Sommersaison steht bevor, das Wetter wird immer schöner und viele Lokalitäten laden zu dem einen oder anderen alkoholischen Kaltgetränk ein. So weit, so gut. Doch Vorsicht ist geboten, wenn man trotz Rauschmitteleinflusses ein Fahrzeug führen möchte, denn die Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit sind nicht zu unterschätzen“, warnt Polizeisprecherin Antje Schulz. Das Fahren unter Alkohol– oder Drogeneinfluss zähle nach wie vor zu den Hauptunfallursachen im Land. 

Im Jahr 2022 passierten laut Antje Schulz mehr als 400 Verkehrsunfälle mit schwerverletzten oder getöteten Menschen aufgrund von Alkohol oder Drogen im Straßenverkehr. „Einer der tragischen Fälle ereignete sich Ende August auf Hiddensee. Eine Urlauberin war mit ihrem Pedelec auf der Insel unterwegs, als sie mit ihrem Fahrrad stürzte und verstarb. Bei ihr wurden 1,89 Promille im Blut nachgewiesen.“

Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer schärfen

Polizisten der acht Polizeiinspektionen der Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg werden im gesamten Monat Juni im Einsatz sein und sowohl stationäre als auch mobile Kontrollen durchführen. Ziel sei, das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer zu schärfen, dass es durch Rauschmittel zu deutlichen Einschränkungen zum Beispiel in der Wahrnehmung oder der Reaktionszeit kommt und dadurch gefährliche Folgen nach sich ziehen kann.