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Untersuchungen

► Windrad bei Gnoien komplett zerstört – das sind die Gründe

Gnoien / Lesedauer: 2 min

Am Montag wurde bei Gnoien ein kaputter Propeller-Flügel entdeckt. Plötzlich knickte das riesige Windkraftrad einfach ab. Nun teilte die Polizei mit, wie es dazu kommen konnte.
Veröffentlicht:08.08.2023, 08:07

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Das am Montag südlich von Gnoien (Landkreis Rostock) abgeknickte Windkraftrad ist infolge eines technischen Defektes havariert. Das haben die bisherigen Untersuchungen ergeben, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte.

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Durch eine Beschädigung an einem Flügel des Propellers entstand eine ständige Unwucht. Infolge dieser Unwucht wirkten bei starkem Wind höhere Kräfte auf die 65 Meter hohe Mastkonstruktion, als diese aushält.

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Video: Windrad in Mecklenburg-Vorpommern knickt bei starkem Wind ein.
Video: Windrad in Mecklenburg-Vorpommern knickt bei starkem Wind ein. (Foto: ZVG)

Danach knickte der rohrartige Mast an zwei Stellen ein und die Turbine samt Propeller landete auf einem Feld. Statiker sprechen auch von Sollbruchstellen bei solchen Konstruktionen. Der Schaden war auf etwa 50.000 Euro geschätzt worden.

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Nach Angaben von Technikern hatte das Windrad bereits vor dem auffrischendem Wind am Montagvormittag Probleme mit der Fernsteuerung und hatte sich auch nicht mehr abschalten lassen.

Die Reste eines vom Sturm abgeknickten Windrades stehen bzw. liegen auf einem abgeernteten Rapsfeld.
Die Reste eines vom Sturm abgeknickten Windrades stehen bzw. liegen auf einem abgeernteten Rapsfeld. (Foto: Jens Büttner/dpa)

Eine Gefahr für Menschen habe nicht bestanden, hieß es. Die Polizei hatte vorsorglich die angrenzende Landstraße zwischen Jördenstorf und Gnoien gesperrt. Die anderen fünf Windräder in dem Windpark waren nach Angaben eines Polizeisprechers angehalten worden.

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Im Oktober vergangenen Jahres war ein Windrad in einem Müritzer Windpark zwischen den Ortschaften Jaebetz und Freyenstein, nahe der Landesgrenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, in Brand geraten.

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