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Klimaaktivisten

Protestaktion gegen LNG am Skywalk über dem Königsstuhl

Rügen / Lesedauer: 2 min

Am Samstag erst wurde der Skywalk über dem Königsstuhl auf Rügen eröffnet und schon einen Tag später für eine Protestaktion von Klimaaktivisten genutzt.
Veröffentlicht:23.04.2023, 18:10

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Schon am zweiten Tag, nachdem der Skywalk Königsstuhl auf Rügen eröffnet wurde, nutzten Klimaaktivisten den Skywalk um mit einer Kletteraktion auf die Klimaschädlichkeit von Flüssiggas aufmerksam zu machen. „Unser Protest richtet sich gegen die Planungen des Bundes, vor der Küste Rügens das größte LNG–Terminal Europas zu errichten. Wir solidarisieren uns mit den Kämpfen hier und weltweit, besonders in den schon jetzt stark von der Klimakrise betroffenen Ländern des globalen Südens“, schreibt Lotte von der Aktionsgruppe VerSTOPfen.

Es gehe nicht um Sicherheit, sondern um Profitgier

Dieses LNG–Terminal zementiere die deutsche Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und trage massiv zur Zerstörung unserer Lebensgrundlagen bei, ergänzt sie. Außerdem kritisieren die Aktivisten, dass Milliarden Euro Steuergelder in dieses aus ihrer Sicht völlig überflüssige fossile Großprojekt gesteckt werde, das es ermögliche, hochgradig klimaschädliches Gas aus den USA oder aus Katar zu importieren. „Hier geht es nicht um Energiesicherheit. Es geht um die Profitgier der Gaslobby. Wir sagen ganz klar: Erdgas ist ein Klimakiller und hat keine Zukunft! Egal ob als LNG oder aus russischen Pipelines! Weder hier vor Rügen noch irgendwo sonst!“

Wie die Polizei mitteilte, hatten sich zwei der drei Aktivisten oberhalb des Skywalks mit Seilen eingehängt und Plakate gegen die LNG-Pläne auf Rügen ausgerollt. Nach etwa einer Stunde wurde die Aktion freiwillig beendet. Die Aktivisten müssen nun mit Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Versammlungsrecht rechnen. Zusätzlich wird vom Betreiber geprüft, ob die Konstruktion beschädigt wurde.