Bei über 200 km/h

Raser schaltet bei Verfolgungsfahrt auf A19 das Licht aus

Güstrow / Lesedauer: 2 min

Die Beamten wollten den Mann nachts stoppen, weil er zu schnell durch Güstrow fuhr. Doch der flüchtete und gefährdete bei riskanten Überholmanövern auch andere Autofahrer.
Veröffentlicht:02.01.2023, 09:16
Aktualisiert:02.01.2023, 09:25

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Ein rücksichtsloser Raser konnte durch die Polizei in Güstrow in der Nacht des 31. Dezembers aus dem Verkehr gezogen werden. Das teilten die Ordnungshüter am Montag mit.

Gegen etwa 0.45 Uhr fiel den Beamten ein 33-jähriger Güstrower auf, der mit etwa 80 km/h in der Goldberger Straße unterwegs war. Als die Beamten ihm mit Blaulicht und Martinshorn folgten, beschleunigte er nochmals und versuchte über die Plauer Straße in Richtung Klueß zu fliehen. Laut Einschätzung der Polizei fuhr der Deutsche hierbei zwischen 130 und 150 km/h – bei erlaubten 70 km/h.

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Während der weiteren Verfolgung überholte der rücksichtlose Fahrer mehrere Fahrzeuge, auch an teils sehr unübersichtlichen Stellen und ohne möglicherweise entgegenkommende Fahrzeuge zu beachten.

Eine weitere Polizeistreife konnte den Flüchtigen auch auf der B104, aus Richtung Hoppenrade kommend, nicht stoppen. Nur der Zufall verhinderte hier einen folgenschweren Unfall mit den Einsatzkräften.

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Um der Polizei zu entkommen, schaltete der Fahrer bei seiner weiteren Flucht auf der A19 in Richtung Rostock sogar die Fahrzeugbeleuchtung aus. Um den Kontakt zum Auto des Tatverdächtigen nicht zu verlieren, beschleunigten die Beamten auf bis zu 240km/h.

Die weitere Flucht erstreckte sich nach der Abfahrt Glasewitz auf die L14 durch mehrere Ortschaften, bis sich der Tatverdächtige schließlich in Laage ergab und sein Fahrzeug stoppte. Auch hier fuhr der Mann mit Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h.

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Laut ersten Erkenntnissen der Polizei begründete der 33-Jährige seine Flucht mit der Angst, dass er seinen Führerschein aufgrund eines noch in Güstrow begangenen Überholmanövers verlieren würde. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,4 Promille.

Die Beamten stellten den Führerschein noch vor Ort sicher. Ein Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs, wurde eingeleitet.

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