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Corona-Krise

Schwesig hält Lockerung des Kontaktverbots für möglich

Schwerin / Lesedauer: 2 min

MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) spricht sich in der Corona-Krise weiter für einen Sonderweg im Land aus. Derweil dürfen Kosmetik- und Nagelstudios sowie Museen bald wieder öffnen.
Veröffentlicht:05.05.2020, 14:33

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Warum treffen sich die Regierungschefs der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel, wenn im Vorfeld des Gesprächs bereits fast alle Ministerpräsidenten in der Corona-Krise ihren eigenen regionalen Weg gehen – und in ihrem jeweiligen Bundesland in Eigenregie Lockerungsmaßnahmen veranlassen? Manuela Schwesig, die am Montagabend selbst mit ihrem Tourismuskonzept in die Offensive ging, verwahrte sich gegen den Vorwurf, dass sich bei den Öffnungen ein Flickenteppich über das föderale Deutschland ziehen würde.

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MV mit den niedrigsten Infektionszahlen

Schwesig weiter: „Wir haben in MV seit 14 Tagen jeweils nur 3 bis 4 Neuinfektionen pro Tag. Auf Grundlage dieser stabilen Zahlen und dem disziplinierten Verhalten der Bürger können wir uns bei den Öffnungen einen entsprechenden regionalen Sonderweg vorstellen.” Das sei in anderen Länder ebenfalls so, dass man sich an die regionalen Begebenheiten halte.

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Alle Kinder vor Sommerferien in Kitas und Schulen

Gleichzeitig wollte Schwesig am Dienstag nicht ausschließen, dass es bei der Konferenz am Mittwoch zu einer Lockerung des Kontaktverbots kommen könnte. Sie hoffe, dass es bei diesem Thema eine bundeseinheitliche Regelung geben würde. Für Donnerstag kündigte die MV-Ministerpräsidentin außerdem einen modifizierten MV-Plan an. „Dort werden wir genau festlegen, ob, wann und wie welche Bereiche geöffnet werden. Das betrifft auch die Kitas und die Schulen. Wir wollen, dass alle Kinder vor den Sommerferien nochmals in Schulen und Kitas gegen”

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Gleichzeitig sprach sich Schwesig gegen ein rasches Ende der Maskenpflicht in Deutschland aus. „Ich rate nicht dazu, die Maskenpflicht demnächst zurückzunehmen”, sagte sie. Sie biete Schutz und ermögliche Lockerungen.

Kosmetik- und Nagelstudios öffnen

Ab Donnerstag dürfen zahlreiche Dienstleistungsbetriebe wieder öffnen, wie Kosmetikstudios, Massagepraxen und Nagelstudios. Auch Sonnen- und Tattoo-Studios, Fußpflegesalons, Physiotherapeuten, Logopäden und ähnliche Unternehmen könnten dann den Betrieb wieder aufnehmen, teilte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) mit. Gleiches gelte für Betriebe des Heilmittelbereichs.

Für die Öffnungen gelten demnach Auflagen, um den Infektionsschutz zu gewährleisten. „Das gilt vor allem für Betriebe des Heilmittelbereichs und Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege, bei denen eine körperliche Nähe unabdingbar ist”, sagte Glawe. Warteschlangen sollen vermieden werden und Mitarbeiter müssten einen einfachen medizinischen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern dürfen vom kommenden Montag an wieder öffnen.