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Tote Schafe – Behörden prüfen möglichen Wolfsangriff in Vorpommern

Pöglitz / Lesedauer: 1 min

Nach dem Fund toter Schafe in Vorpommern nördlich der A20 werten die Behörden die Spuren aus. Indes ist mit Rügen auch die letzte Region in MV zum Wolfsgebiet erklärt worden.
Veröffentlicht:26.01.2024, 14:29

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Im Zusammenhang mit mehreren toten Schafen im Landkreis Vorpommern-Rügen prüfen die Behörden den möglichen Angriff eines Wolfes. Anfang der Woche fand der Schäfer Ingo Stoll nach eigener Aussage tote und verletzte Tiere auf seiner Koppel in Pöglitz, einem Ort nördlich der A20 bei Tribsees. Drei der Tiere seien bereits tot gewesen, vier weitere habe ein Tierarzt wegen der Verletzungen einschläfern müssen, sagte Stoll am Freitag. Der langjährige Schäfer geht von einem Wolfsangriff aus. „Wir sind uns da ziemlich sicher.“

Genproben werden ausgewertet

Vom Schweriner Landwirtschaftsministerium hieß es, aufgrund der Spuren vor Ort könne ein Wolfsriss nicht ausgeschlossen werden. Entnommene Genproben würden entsprechend analysiert.

Stoll hat nach eigener Aussage eine Entnahme des Wolfes beim Landkreis beantragt. Er bezog sich auf frühere Aussagen von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne). Sie hatte vergangenes Jahr schneller Abschüsse von Wölfen gefordert, wenn sie etwa Schafe reißen. Auch die Umweltminister der Länder hatten sich auf ein entsprechendes Vorgehen verständigt.

Auch Rügen gilt nun als Wolfsgebiet

Erst am Donnerstag hatte das Schweriner Umweltministerium mitgeteilt, dass nach Nachweisen nun auch die Insel Rügen als Wolfsgebiet gelte, sodass auch hier Schutzmaßnahmen entsprechend einer Landesrichtlinie gefördert werden können. Nach der Aufnahme Rügens und umliegender Inseln wie Hiddensee stehen diese Förderungen nun landesweit zur Verfügung.