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Stromausfall

Übersicht zu Wärmeinseln in MV ab sofort online

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Im Falle eines Strom- oder Heizungausfalles sollen sich Bürger in sogenannten Wärmeinseln aufhalten können. Das Innenministerium hat nun eine Übersicht für Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht.
Veröffentlicht:07.01.2023, 11:58
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Mecklenburg-Vorpommerns Bürgerinnen und Bürger können sich ab sofort online über den Planungsstand für Wärmeinseln in ihrer Gemeinde informieren. Diese sollen im Falle eines längeren Strom- oder Heizungsausfalls der Bevölkerung zeitlich begrenzt eine beheizte Aufenthaltsmöglichkeit bieten.

Bislang mehr als 600 Einrichtungen in MV

„Mehr als 600 solcher Einrichtungen haben die Kommunen bislang bei uns im Land aktuell für einen solchen Notfall geplant, der immer eintreten kann, unabhängig von der aktuellen Situation um die Herausforderungen auf dem Energiemarkt”, sagte Innenminister Christian Pegel (SPD). Wie es in den jeweiligen Gemeinden aussieht, könne auf der Webseite des zuständigen Landesamts unter www.brand-kats-mv.de/Waermeinseln eingesehen werden.

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„Die geplanten Wärmeinseln unterstützen den allgemeinen Katastrophenschutz sowie die kommunale Daseinsvorsorge auch für die kommenden Jahre, in denen zum Beispiel ein außergewöhnlicher Wintereinbruch oder ein Blackout infolge eines Sturms nicht auszuschließen ist”, sagte Pegel. Neben den Wärmeinseln seien auf der Website auch etwa 530 „Leuchttürme” aufgelistet, von denen aus bei einem Ausfall der Fest- sowie Handynetze Notrufe abgesetzt werden können. Pegel betonte jedoch: „Sowohl die Wärmeinseln wie auch die Notrufzentralen sind für diejenigen gedacht, die nicht auf andere Weise die Hilfe bekommen, die sie benötigen.” Grundsätzlich sollte jeder Haushalt mit Vorräten und warmer Kleidung ausgestattet sein.

Katastrophenschutz funktioniere noch nicht einheitlich

Offensichtlich noch nicht einheitlich funktioniert dagegen laut einem Bericht der Ostseewelle Hit-Radio Mecklenburg-Vorpommern der wöchentliche Testalarm für den Brand- und Katastrophenschutz. Obschon eigentlich seit Jahresbeginn auf samstags 12.00 Uhr festgelegt, hielten es die Städte und Landkreise laut einer Umfrage unterschiedlich, berichtete der Sender. So heulten die Sirenen im Norden des Landkreises Vorpommern-Greifswald etwa immer freitags um 18.00 Uhr und im Süden mittwochs um 15.00 Uhr. In der Hansestadt Rostock und dem Landkreis Rostock wiederum gebe es zudem deutlich seltener Sirenentests. So teste Rostock abseits von Warntagen seine Sirenen zwei Mal pro Jahr, der Landkreis wiederum immer am ersten Mittwoch im Monat um 17.00 Uhr.