StartseiteRegionalMecklenburg-VorpommernWichtige Antragsfrist für DDR–Härtefallfonds endet bald

Scheidungen

Wichtige Antragsfrist für DDR–Härtefallfonds endet bald

Rostock / Lesedauer: 1 min

In der DDR geschiedene Frauen können Gelder beantragen – wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Und sie müssen sich beeilen.
Veröffentlicht:30.08.2023, 07:54

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In der DDR geschiedene Frauen können seit Januar 2023 Gelder aus einem Härtefallfonds beantragen. Darauf weist Rostocks Gleichstellungsbeauftragte in einer Mitteilung hin. Aber Achtung: Die Antragsfrist endet am 30. September 2023.

Voraussetzungen müssen erfüllt sein - es gibt auch Infos

Voraussetzung für eine Einmalzahlung an die Frauen sind folgende: Die Antragstellerin muss vor dem 2. Januar 1952 geboren sein, ihr monatlicher Rentenzahlbetrag muss am 1. Januar 2021 unter 830 Euro gelegen haben, sie wurde nach mindestens zehnjähriger Ehedauer nach DDR–Recht geschieden und sie hat während der Ehezeit mindestens ein Kind erzogen.

Vor Antragsfristende gibt es noch eine Informationsveranstaltung: Siglinde Hiller vom Verein der in der DDR geschiedenen Frauen e.V. informiert während einer Veranstaltung am Dienstag, 5. September 2023, von 11 bis 12 Uhr im Rostocker Rathaus. Eine Anmeldung dafür ist nicht erforderlich.

Im Zuge der Wiedervereinigung wurden laut Mitteilung der Stadt "in der DDR geschiedene Frauen „vergessen“ und hatten weder das Anrecht auf die in der DDR gewährten Vorteile für geleistete Sorgearbeit noch dieselben Rentenanwartschaften wie geschiedene Frauen aus Westdeutschland".

Für Fragen oder weitergehende Informationen stehen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung „Härtefallfonds“ von montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-7241634 zur Verfügung.