Winterwetter

Zugefrorene Seen locken Menschen aufs Eis – Vorsicht!

Schwerin / Lesedauer: 2 min

Der Winter zeigt sich von seiner Bilderbuchseite. Schlittschuh-, Skiläufer und sogar Radfahrer nutzten die verschneiten und zugefrorenen Seen. Ein Gewässer wurde sicherheitshalber geräumt.
Veröffentlicht:14.02.2021, 18:46
Aktualisiert:06.01.2022, 21:37

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Weiß bereifte Bäume, knackiger Frost und strahlende Sonne: Das Bilderbuchwetter hat am Wochenende viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ins Freie gelockt. Überall genossen Spaziergänger die winterliche Landschaft, viele auch auf den dick zugefrorenen Seen etwa in Waren an der Müritz, auf dem Kölpin-See, in Teterow (Landkreis Rostock) und auf anderen flachen Gewässern. Doch trotz des Dauerfrosts der vergangenen Tage lässt sich das Eis nicht überall gefahrlos betreten, warnte die Wasserschutzpolizei immer wieder.

So wurde der Sildemower See bei Rostock am Sonntag geräumt. Der Bürgermeister der Gemeinde Papendorf hatte um Unterstützung gebeten. Hunderte Menschen waren auf dem zugefrorenen See, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Räumung sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, da nicht sicher sei, ob die Eisfläche dem Andrang der Menschen standhalte. Über einen Lautsprecherwagen wurden sie aufgefordert das Eis zu verlassen. Das lief problemlos.

In Waren spazierten viele Naturfreunde quer über die Binnenmüritz oder den benachbarten Feisnecksee. Manche hatten sich Flächen freigeschoben, wo vor der Altstadtsilhouette Eishockey gespielt wurde. Einige fuhren mit dem Rad über das Eis, das stellenweise bis zu 20 Zentimeter dick ist. Manche gingen Eisangeln. Nochmehr Eis-Freunde liefen auf dem sehr flachen Kölpin-See entlang, wie am letzten Wochenende bereits. „Die Leute waren vernünftig und hielten sich meist in den Flachwasserbereichen in Ufernähe auf, wir hatten keine Unfallmeldung”, sagte ein Sprecher der Polizei.

„Eisflächen werden auch nicht freigegeben, das Betreten ist immer auf eigene Gefahr”, sagte der Beamte. In Teterow versuchten Eissegler ihr Glück auf dem Teterower See, scheiterten aber am fehlenden Wind und spielten deshalb Eiskegeln. In Neubrandenburg liefen Ausflügler auf dem zugefrorenen Reitbahnsee Schlittschuh. Der Tollensesee ist noch lange nicht zugefroren. Hier hat sich bisher nur Randeis gebildet. Wegen der Tiefe und seiner Strömungen friert der Neubrandenburger Tollensesee immer als eines der letzten Gewässer überhaupt im Nordosten in strengen Wintern zu.