Geld für Polizeieinsatz

"Brummi-Soli" soll Ausfahrt beim Lkw-Treffen retten

Malchin / Lesedauer: 2 min

Die Veranstalter der Biker-Party hatten gerade mit ihr zu kämpfen, jetzt wird auch beim Malchiner Lkw-Treffen eine Blaulicht-Abgabe fällig. Der Organisator hat aber schon eine Idee.
Veröffentlicht:07.05.2019, 10:32

Von:
  • Thomas Koch
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Kaum haben die Biker die Stadt Malchin verlassen, kündigt sich mit dem Lkw-Treffen vom 17. bis zum 19.  Mai schon das nächste große Event an. Die Fahrzeuge sind gleich mehrere Nummern größer, die Veranstalter haben sich aber mit den gleichen Sorgen zu plagen wie die Organisatoren des Motorradtreffens. Alle Jahre wieder touren die tonnenschweren Zugmaschinen bei einer Ausfahrt über die Straßen der Mecklenburgischen Schweiz. Ganz ohne Polizei geht das nicht. Und genau für diesen Einsatz sollen jetzt auch die Veranstalter des Lkw-Treffens zur Kasse gebeten werden.

Schon Malchins Oberbiker Reinhard Hassemer hatte sich darüber beklagt, dass für den Polizei-Einsatz zur Ausfahrt eine vierstellige Summe fällig werden soll. Von 2500 bis 3000 Euro ist die Rede. Auf so einen Beitrag können sich voraussichtlich auch die Lkw-Freunde einstellen. Das hat jetzt den Chef-Organisator Tilo Valeske auf den Plan gerufen. „Für uns als Veranstalter, die das Mecklenburger Lkw-Treffen aus Spaß an der Freude und aus Leidenschaft für Lkw auf die Beine stellen und nicht aus Profitgier, ist es schwierig, diese Summe alleine zu stemmen“, schreibt Valeske auf der Facebook-Seite des Treffens.

Jeder Trucker soll zehn Euro zahlen

Valeske hält nichts davon, die Eintrittspreise oder die Preise für die Versorgung der Gäste anzuziehen, um den fällig werdenden Betrag aufzubringen. „Wir wollen unserem Anspruch als familien- und kinderfreundliches Treffen treu bleiben und keine Preise erhöhen“, sagt er. Und liefert gleich einen Vorschlag, wie die Kosten für die Ausfahrt anders gestemmt werden können: mit einem „Brummi-Soli“ sozusagen. „Wir haben uns entschlossen, dass für alle teilnehmenden Lkw-Fahrer des diesjährigen Treffens eine Gebühr von zehn Euro anfällt, um die finanziellen Belastungen auszugleichen“, bittet er um Verständnis. Bei circa 200 Trucks, die in diesem Jahr im Hainholz vorfahren, würde das eine Summe von 2000 Euro in die Kasse spülen.

Zehn Euro seien für jeden Fahrer eine überschaubare Größe, in der Summe aber eine große Hilfe für die Veranstaltung. Auf die Ausfahrt zu verzichten, kommt für Valeske nicht infrage. „Die Ausfahrt gehört zu den Höhepunkten des Treffens und wird auf jeden Fall stattfinden“, stellt er klar.