Noch große Lücken im Museum
Alte Sammlerstücke aus Malchin gesucht
Malchin / Lesedauer: 2 min

Eckhard Kruse
Wenn die Stadtmühle nach dem Internationalen Museumstag die letzten Besucher nach Hause geschickt hat, dann wird das Museum Malchin hoffentlich ein bisschen „reicher“ sein. Das wünscht sich Michael Gielow, Vorsitzender des Museumsvereins. Er hofft, dass die Malchiner vieler Stücke aus ihren Privatsammlungen mitbringen werden. Das können Gemälde, Ansichtskarten oder vieles mehr sein. Schließlich laute das Motto des Museumstags „Sammeln verbindet“. Vielleicht könnten diese Sammlungen ja einmal in einer Sonderausstellung in der Mühle gezeigt werden, überlegt er.
Gielow würde sich auch auf originale Dinge aus der Malchiner Stadtgeschichte freuen. Hier klaffen immer noch große Lücken. „Von der ehemaligen Seifenfabrik gibt es zum Beispiel nur noch einen Kessel, ein Stück Seife und ein Foto“, bedauert er. „Wir haben noch gar nichts von den früheren Malchiner Schulen“.
Wer hat noch historische Fotos?
Wenn einige solcher Sammlungslücken über Betriebe, Handwerker, Geschäftsleute, Persönlichkeiten und so weiter am Sonntag geschlossen werden könnten, wäre das ein voller Erfolg für den Museumsverein. Michael Gielow könnte sich sogar vorstellen, diese Stücke als Leihgaben zu zeigen. Genauso wie den wohl letzten DDR-Fernseher, der für 5682,40 Ostmark in Malchin gekauft worden ist und schon am Wochenende zu sehen sein wird. Der Fernseher war am 15. November 1989, also sechs Tage nach dem Mauerfall, erworben worden. „Sogar der Kassenzettel ist noch vorhanden“, freut sich Gielow.
Aber auch historische Fotos von Menschen, Familien, Häusern und Straßen sucht das Museum immer wieder. Wer mag, kann sie im Museum abgeben oder wenigstens eine Foto-Kopie machen lassen, damit sie nicht verloren gehen. Einen ganzen Batzen Malchin-Fotos hat das Museum schon zwar schon gesammelt. Aber auch hier tun sich Lücken auf, hatte der Bürgerarbeiter im Museum, Silvio Gentz, beim Anlegen eines Archivs feststellen müssen.