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Praxisschließung

Apothekerstreik – jetzt machen auch die Ärzte mit

Teterow/Malchin/Stavenhagen / Lesedauer: 2 min

Wenn Apotheker am Mittwoch für bessere Bedingungen bereits zum dritten Mal in diesem Jahr ihre Praxen schließen, sind auch die Mediziner mit an Bord. Auch ihre Lage ist prekär.
Veröffentlicht:07.11.2023, 07:03

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„Alle 18 Stunden macht eine Apotheke dicht“, behauptet Armin Noeske. Der Inhaber der Teterower Ratsapotheke weist damit auf die dramatische Situation bei den Apotheken hin. Auf die angespannte Lage machen am Mittwoch unter anderem Apotheken in Teterow, Malchin sowie Stavenhagen aufmerksam ‐ sie beteiligen sich am Protestaufruf der ABDA, der Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker.

Ärzte beteiligen sich am Protest

Ihre Filialen bleiben geschlossen ‐ nur die Teterower Bergring-Apotheke und die Stavenhagener Eichen-Apotheke bleiben für den Notdienst besetzt. Die Pharmazeuten protestieren damit gegen Lieferengpässe bei Medikamenten, Personalmangel und eine auf dem Niveau von 2004 eingefrorene Honorar-Vergütung. 

An diesem Protesttag werden erstmals auch Ärzte und Zahnärzte teilnehmen. Aus Teterow beteiligt sich die Allgemeinmedizinerin Claudia von Oltersdorff-Kalettka am Protest und lässt ihre Praxis am Mittwoch geschlossen. Es gebe unter anderem Regressforderungen von den Krankenkassen, wenn sie mal das ein oder andere Rezept zu häufig verschrieben habe. Darüber hinaus sei es sehr schwierig, für die Patienten einen Termin bei einem Facharzt zu erhalten, schildert sie einen weiteren Knackpunkt.

Während sie zum ersten Mal bei dem Streik dabei ist, beteiligt sich Armin Noeske nun schon zum dritten Mal. „Das Schiff sinkt, wenn nicht endlich etwas passiert“, erklärt Noeske. Mit dem Protest bleibe man für die Politik stark sichtbar.