StartseiteRegionalMecklenburgische SchweizDorfhaus Duckow wird doch nicht zur Abstellkammer

Nach Protesten

Dorfhaus Duckow wird doch nicht zur Abstellkammer

Duckow / Lesedauer: 1 min

Die Schulmöbel während des Umbaus der Marcus-Schule nach Duckow bringen zu wollen, kam in dem Malchiner Ortsteil gar nicht gut an.
Veröffentlicht:15.11.2021, 07:12

Artikel teilen:

Nach heftigem Widerspruch von Einwohnern des Malchiner Ortsteils Duckow rückt die Stadtverwaltung von ihrem Vorhaben ab, das Dorfgemeinschaftshaus in Duckow für mehr als ein Jahr zu schließen. Ab Februar kommenden Jahres sollten hier die Möbel der Siegfried-Marcus-Schule untergestellt werden, die während der Umbauarbeiten komplett ausgeräumt werden muss. Bürgermeister Axel Müller (CDU) hatte auf der Malchiner Einwohnerversammlung Anfang November seine Schulmöbel-Pläne angekündigt, die umgehend auf heftige Kritik gestoßen waren. Unter anderem hieß es, dass die Duckower wegen der schlechten Internet-Verbindung nicht einmal Netflix schauen könnten und man ihnen nun auch noch die einzige Begegnungsstätte wegnehmen wolle.

Neue Lösung gesucht

Die Stadt sucht nun gemeinsam mit der Wohnungsgesellschaft eine Lösung, um die Schulmöbel in beheizten Räumlichkeiten unterzubringen, wie Stadträtin Manuela Rißer jetzt berichtete. „Ich bin da sehr optimistisch, dass das funktioniert“, sagte sie. Wo genau die Möbel hin sollen, verriet sie allerdings noch nicht.

Malchins Marcus-Schule soll vom 1. Februar 2022 bis zum 30. Juli 2023 saniert und umgebaut werden. Die meisten Schüler werden für diese Zeit in das Haus 2 des Fritz-Greve-Gymnasiums umziehen. Provisorische Klassenzimmer werden aber auch in der ehemaligen Bibliothek sowie im Stadthaus eingerichtet.