StartseiteRegionalMecklenburgische SchweizGnoiener will im vierten Anlauf endlich zum Zuckerhut

Abenteuer

Gnoiener will im vierten Anlauf endlich zum Zuckerhut

Gnoien / Lesedauer: 3 min

Nach drei vergeblichen Versuchen, den amerikanischen Kontinent mit dem Fahrrad zu durchqueren, startet der Mann am 6. Januar mit dem Flug nach Lima.
Veröffentlicht:17.11.2022, 05:58

Artikel teilen:

Dass sich dieses Gefühl wieder einstellen wird, hat Thomas Schröder gewusst. Obwohl er zu Jahresanfang schon einen Schlussstrich gezogen hatte unter ein Abenteuer, das er gleich dreimal vergeblich in Angriff genommen hatte. Jetzt ist das Kribbeln wieder da, das Fernweh hat den Gnoiener wieder gepackt. Genau fünfzig Tage sind es noch, dann startet sein Flieger in die peruanische Hauptstadt Lima. Thomas Schröder startet den vierten Anlauf, um seine Fahrradtour quer durch den amerikanischen Kontinent doch noch erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

Virus erwies sich als Bremse

Seinen Anfang nahm das Abenteuer schon im Jahr 2018. Mitten auf der Reise fing sich der 39-Jährige aber ein Virus ein, so dass er seine Fahrt auf halber Strecke abbrechen und nach Hause zurückkehren musste. Ein Virus – diesmal war es Corona – ließ auch den zweiten und dritten Versuch scheitern. Wieder musste Schröder einen Rückflug buchen, weil die Grenzen dicht gemacht wurden, das große Ziel Rio de Janeiro blieb unerreicht.

Die Corona-Lage hat sich mittlerweile auch in Südamerika wieder beruhigt und der Gnoiener Weltenbummler ist sehr zuversichtlich, dass es nun endlich klappt, die Copacabana und den Zuckerhut zu erreichen. Sein Fahrrad wartet bereits bei einem Freund in Lima auf ihn. Das hatte er nach seinem letzten Abbruch Anfang des Jahres in Südamerika zurückgelassen. Von Lima aus hat er noch eine lange Strecke vor sich: Etwa 10.000 Kilometer. Bis wann er die Strecke absolviert haben will, da hat sich Schröder ein sehr unverbindliches Zeitlimit gesetzt. Wohl wissend, dass auf so einer Reise immer wieder Dinge geschehen können, die einen Zeitplan sehr schnell durcheinander bringen. „Wenn alles gut läuft, dann gehe ich davon aus, dass ich bis etwa Ende April/Anfang Mai unterwegs sein werde“, sagt er.

Vorfreude auf Landschaften

Am meisten freut er sich jetzt schon auf die südamerikanischen Landschaften und den weiten Blick in die Ferne. Das sei ein Lebens- und Glücks-Elixier für ihn. Von seiner Arbeit in der Gnoiener Kulturbörse ist er während seiner Reise freigestellt. Dort ist er seit einigen Wochen als Mitarbeiter für Integration tätig. Eine Aufgabe, bei der er sich sehr wohlfühlt, kann er dabei doch all seine Erfahrungen, die er in fremden Ländern gesammelt hat, einfließen lassen. Die verbleibenden Wochen in der Heimat will Thomas Schröder noch ausgiebig genießen und freut sich schon jetzt auf die Weihnachtszeit und die Ente mit Rotkohl und Klößen, die ihm seine Mutter noch vor der Abreise servieren wird. Am 6. Januar ist es dann soweit und der Flieger in Richtung Peru hebt vom Berliner Flughafen ab. All seine Freunde und Fans will er auch diesmal über die sozialen Netzwerke und natürlich über den Nordkurier an seinem Abenteuer teilhaben lassen.

Lesen Sie auch: Extrem-Radler bringt abgebrochene Amerika-Tour jetzt zu Ende