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Ermittlungen

Hintergründe für Malchiner Todesfahrt liegen weiter im Dunkeln

Malchin / Lesedauer: 1 min

Seit April liegt der Staatsanwaltschaft bereits die Auswertung von möglicherweise entscheidenden Handy-Daten vor, sagt das Innenministerium. Und was sagt die Staatsanwaltschaft?
Veröffentlicht:01.11.2023, 05:42

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Die Ermittlungen zum tödlichen Unfall am ersten Weihnachtsfeiertag in Malchin sind immer noch nicht abgeschlossen. Deshalb könnten keine weiteren Einzelheiten zum Verfahren mitgeteilt werden, heißt es von der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg. Der Behörde liegen mittlerweile die „Berichte zur forensischen Untersuchung der Mobilfunkgeräte“ vor, teilte Oberstaatsanwältin Beatrix Heuer mit.

Auswertung dauert noch an

Die Auswertung der Daten dauere aber noch an. Bei dem Unfall war eine 23-jährige Frau getötet worden. Im Verdacht steht eine 21-jährige Autofahrerin, die allerdings nur einen Knall an ihrem Wagen bemerkt haben will und deshalb weiterfuhr. Ermittler versprechen sich von den Handydaten Auskunft darüber, wie die Frau den Unfall wirklich wahrgenommen hat.

Die schleppenden Ermittlungen hatten in der vergangenen Woche für einigen Wirbel in der Landespolitik gesorgt. Zunächst sah sich Justizministerin Jacqueline Bernhardt (Linke) im Rechtsausschuss des Landtags mit Vorwürfen der Untätigkeit konfrontiert. Später verwies Innenminister Christian Pegel (SPD) darauf, dass die Akte mit den Auswertungen der Mobilfunktelefone der Staatsanwaltschaft schon seit April vorliege und ihr im Oktober noch einmal eine Sicherungskopie übersandt wurde.

Sind Handy-Daten verloren gegangen?

Ein solch sogenannter Readerbericht sei bisher aber bei der Staatsanwaltschaft „nicht zu den Akten gelangt“, so Beatrix Heuer. Dass die Auswertung der Handy-Daten in der Behörde zwischenzeitlich verloren gegangen sein könnte, dazu äußerte sie sich auf Anfrage nicht.