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Gewalttaten

Jugendlichem werden zwei Verbrechen vorgeworfen

Teterow/Güstrow / Lesedauer: 3 min

Der brutale Angriff auf einen 49-jährigen Fußballer in Güstrow hat viele Menschen schockiert. Nun gibt es eine Spur, die zu einer anderen Tat in Teterow führt. 
Veröffentlicht:05.10.2023, 17:00

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Nach der brutalen Gewalttat an einem 49-Jährigen Mann in Güstrow (Landkreis Rostock) ist die Betroffenheit in der Barlachstadt immer noch groß. Der Mann, der Spieler der Alt-Herren-Mannschaft des Güstrower SC 09 ist, war in der Nacht zu Sonnabend in der Innenstadt bei einer körperlichen Auseinandersetzung lebensgefährlich verletzt worden. 

Die Polizei nahm einen 16-Jährigen noch am Tatort fest. Gegen ihn werde wegen versuchten Totschlags ermittelt. Er kam noch am selben Tag in Untersuchungshaft, wie es in einer Polizeimeldung hieß. 

Vorfall im Juli am Mühlenteich Teterow

Wie nun Manuela Merkel, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Rostock erklärte, sei der Jugendliche auch einer der Beschuldigten, die  in einen Vorfall am Teterower Mühlenteich Anfang Juli verwickelt sind.  

In Güstrow wurde in der Nacht zu Sonnabend ein 49-Mann von einem 16-Jährigen lebensbedrohlich verletzt.
In Güstrow wurde in der Nacht zu Sonnabend ein 49-Mann von einem 16-Jährigen lebensbedrohlich verletzt. (Foto: Archiv)

Dort war ein 19-Jähriger am Teterower Mühlenteich getreten, geschlagen und in den Teich gestoßen worden. Der junge Mann hatte sich bei der Gewaltaktion Verletzungen im Gesicht, Abschürfungen sowie Prellungen im Rumpfbereich und am Arm zugezogen und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Wie es von der Polizei damals hieß, seien sechs Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren in den Vorfall verwickelt. Manuela Merkel ergänzte nun, dass fünf der sechs Beschuldigten wohnhaft in Teterow seien. Ein Jugendlicher lebe zwischen Güstrow und Teterow. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall dauerten noch an. So müssten noch Beweismittel ausgewertet werden, erklärte Merkel. Dabei handele es sich laut eines Polizeisprechers um Mobiltelefone, die kurz nach dem Vorfall sichergestellt worden waren. 

Auch im Falle des 49 Jahre alten Güstrowers dauern die Ermittlungen noch an. „Sein Zustand ist weiterhin sehr kritisch“, erklärt Manuela Merkel. Wie Marcus Weyand, Cousin des Opfers, bei einem Spendenaufruf im Internet mitteilte, habe sein Cousin viel Blut verloren und ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.

Opfer ist alleinerziehender Vater

Das Opfer sei ein alleinerziehender Vater von zwei Kindern, die bereits den Verlust der Mutter verkraften mussten, wie Weyand weiter informierte. Er selbst habe die Spendenaktion ins Leben gerufen, um die Kinder zu unterstützen, ihnen Besuche im Krankenhaus zu ermöglichen und etwas finanzielle Sicherheit zu verschaffen. Inzwischen sind schon über 45000 Euro von 826 Spendern zusammengekommen.

Wer die Familie auch unterstützen, aber keine Spende über das Internet tätigen möchte, kann seine Hilfe auch persönlich bekunden. Wie Olaf Kettner vom Güstrower SC 09 erklärte, können Bürger am Freitag, 20. Oktober, beim Spiel der 1. Männermannschaft des Güstrower SC gegen den 1. FC Mecklenburg-Schwerin ihre Spende persönlich abgeben.