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Fachtagung

Kirchenbauverein will die Klosteranlage Dargun weiter aufwerten

Dargun / Lesedauer: 2 min

Der Vereins–Chef hatte bisher wenig Erfolg, einen Nachweis zu erbringen, dass die Schlossanlage der Stadt Dargun gar nicht gehört. Nun tagt der Verein dort.
Veröffentlicht:15.05.2023, 05:45

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Ein Programm für drei Tage hat sich ab Dienstag, 16. Mai, der Evangelische Kirchenbauverein Berlin für sein Treffen in Dargun vorgenommen. Der 1890 gegründete Verein kommt mit seiner Initiative „Collegium Dargunense“ bereits zum siebten Mal in der Kloster-/Schlossanlage zu einer Interdisziplinaren Fachtagung zusammen. Mit der im Jahr 2006 begonnenen Veranstaltungsreihe will der Verein die Klosteranlage weiter aufwerten und ihr eine Bedeutung geben, die ihrer Geschichte gerecht werde, wie es heißt. Bei den Tagungen geht es um Denkmalpflege, Theologiegeschichte, Architektur und Kirchenbau.

Jahrelanger Streit mit der Stadt

Der Kirchenbauverein war jahrelang mit der Stadt Dargun im Streit darüber, ob ihr die Kloster– und Schlossanlage wirklich gehört. Nach Ansicht des Vorsitzenden Dr. Thomas Buske hat das Land Mecklenburg–Vorpommern in den 1990er Jahren die Anlage rechtswidrig an die Stadt übertragen. Doch weder der Landtag noch die Staatsanwaltschaft, an die sich Buske gewandt hatte, sahen Handlungsbedarf.

Es gehe ihm „um klare Eigentumsverhältnisse“ hatte der Vereinsvorsitzende erklärt. Mit einer Stiftung und seinem Verein wollte er ein „Nordisch–Deutsches Kirchenarchiv“ in der Darguner Anlage entstehen lassen. Mittlerweile hat sich das Verhältnis zur Stadt Dargun deutlich entspannt. Bürgermeister Sirko Wellnitz wird am Dienstag ein Grußwort zur Eröffnung der Tagung halten.

Vorträge zu Kirchenbauten

Auf dem Programm steht dann eine Reihe von Vorträgen zu verschiedenen Kirchenbauten, etwa zu der St. Petri–Kirche in Riga mit einem Altarbild, das wieder hergestellt werden soll, oder zu Kirchen in Siebenbürgen im Spannungsfeld zwischen Tradition und Denkmalpflege. Aber auch die  St. Marien–Domkirche in Zwickau oder die St. Johanneskirche zu Soltau mit ihrem Altarwandgemälde sind Themen. Am Himmelfahrtstag wird es einen Gottesdienst mit Dompfarrer Alexander Wieckowski geben. Alle Veranstaltungen sind öffentlich.