StartseiteRegionalMecklenburgische SchweizKommt 2024 endlich der Radweg von Teterow Richtung Müritz?

B 108

Kommt 2024 endlich der Radweg von Teterow Richtung Müritz?

Teterow / Lesedauer: 3 min

Die Bergringstadt plant im Auftrag des Landes den Ausbau an der Bundesstraße B 108 bis zur Einmündung An der Wolfskuhle. In diesem Jahr soll aber erst einmal innerstädtisch noch ein Stück Weg für Radfahrer geebnet werden.
Veröffentlicht:18.02.2022, 05:49

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Mit dem Rad auf sicheren Wegen aus Teterow raus zu kommen – das ist seit Jahren ein Dilemma. In welche Himmelsrichtung man auch startet, um die Straße und den nicht ganz ungefährlichen Autoverkehr kommt kaum herum. Die einzige Ausnahme ist der Radweg nach Malchin. Zumindest gibt es jetzt einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass sich das bald ändert. Auch wenn es noch mindestens zwei Jahre dauert. Mit einem Kostenaufwand von 150 000 Euro, verteilt auf die nächsten zwei Jahre, plant die Stadt Teterow im Auftrag und auf Kosten des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Und zwar einen Radweg an der B 108 bis zum Kreuzungspunkt, an dem die Kreisstraße gen Bristow abzweigt sowie die Straße An der Wolfskuhle, die zum Wasserwerk führt. Teterow.

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Strecke ist vermessen

Seit im April 2019 die Wasserwerksbrücke übers Bahngleis für Fußgänger und Radfahrer gesperrt und sie dann im Oktober 2020 abgerissen wurde, führt für Anwohner der Weg in die Stadt nur noch über die Bundesstraße. Die Rufe nach einem Radweg, der mehr Sicherheit bringt, wurden lauter (der Nordkurier berichtete). Es geht übrigens um genau 416 Meter. Die Strecke wurde inzwischen vermessen, das Ingenieurbüro IGT erarbeitet die Vorplanung, heißt es auf Nordkurier-Nachfrage aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr M-V. Mit einem Baubeginn sei nach derzeitigem Stand frühestens im Jahr 2024 zu rechnen.

Vertrag mit Straßenbauamt

Die Stadt Teterow hatte im Mai vergangenen Jahres mit dem zuständigen Straßenbauamt Stralsund eine Planungsvereinbarung für den Bau des Radweges geschlossen. „Um aus den Puschen zu kommen“, so Teterows Bürgermeister AndreasLange. Mitte Juli folgte der entsprechende Vertrag und dann auch gleich der Ingenieurvertrag. „Wir sind dran“, so der Bürgermeister. „Wir hoffen, dass wir ein gutes Verfahren kriegen und dass die Eigentümer der Flächen auch bereit sind, zu verkaufen.“ Der Radweg stadtauswärts Richtung Waren soll übrigens dort, wo er derzeit endet, die Seite wechseln und dann entlang der rechten Straßenseite bis zum Abzweig Wolfskuhle führen, ist von Andreas Lange zu erfahren.

Baustart für Lücke an B 104 noch völlig offfen

Nur mühsam voran geht es indes mit dem schon lange ersehnten Lückenschluss an der B 104. Hier fehlen von Teterow bis zum Abzweig Klein Wokern immer noch rund 6,4 Kilometer Radweg. Die Entwurfsplanung dafür werde in Kürze fertiggestellt, war aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr zu erfahren. „Da die umweltrechtliche Klärung noch nicht abgeschlossen ist, kann die Art und Dauer des Baurechtsverfahrens noch nicht genannt werden. Auch sind im aktuellen Planungsstadium noch keine belastbaren Aussagen zu Baubeginn und Baukosten möglich“, so ein Sprecher.

Weiterer Radfahrstreifen geplant

Die Bergringstadt selbst will in diesem Jahr ihr eigenes Radwegekonzept weiter umsetzen. Nachdem Radfahrer auf einem kleinen Abschnitt des Pastor-Fiedler-Wegs, ab Höhe Westliche Ringstraße bis zur Einmündung in die Schulstraße, schon von einem Stück Hoppelpflaster befreit wurden – der Abschnitt gehört zum Radfernweg Hamburg-Rügen –, soll jetzt ein weiterer Radfahrstreifen gebaut werden. Und zwar in der Warener Straße im Abschnitt Südliche Ringstraße bis Schulstraße. Im Stadthaushalt sind dafür 40 000 Euro eingeplant. Die Arbeiten werden mit dem Wasser/Abwasser-Zweckverband abgestimmt, heißt es.