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Rettungshubschrauber

Kreistag fordert: Hände weg von Christoph 34!

Güstrow / Lesedauer: 1 min

Die Abgeordneten des Landkreises Rostock waren jetzt einmal völlig einer Meinung und schickten einen eindeutigen Appell nach Schwerin.
Veröffentlicht:24.02.2023, 17:29

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Da waren sich alle Kreistagsmitglieder in dieser Woche ausnahmsweise einmal einig: Der Rettungshubschrauber „Christoph 34“ muss in der Region bleiben und sollte seinen Standort am Güstrower KMG Klinikum behalten. „Hände weg von Christoph 34!“ war der Antrag überschrieben, den der Eigenbetriebsausschuss des Kreistages vorgelegt hatte und dem am Mittwoch alle anwesenden Kreistagsmitglieder in Güstrow ihre Zustimmung gaben.

Lücke bei Luftrettung im Nordwesten

In der Landesregierung gibt es seit einiger Zeit Überlegungen, „Christoph 34“ in den Nordwesten des Landes zu verlegen, um dort eine Lücke bei der Luftrettung zu schließen. Dafür, den Hubschrauber aus Güstrow abzuziehen, gebe es allerdings keinen sachlichen oder fachlichen Grund, meinte Ausschussmitglied Erwin Kischel (Die Linke) in der Kreistagssitzung. Er warnte vor negativen Auswirkungen auf das Güstrower Krankenhaus, denn der Luftrettungsstützpunkt sei auch ein Standortvorteil für das Klinikum. Ist der Hubschrauber nicht mehr da, könnten auch Fachärzte aus dem Klinikum abwandern, meinte Kischel.

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Weil eine Verlegung des Hubschraubers massive negative Auswirkungen für den Rettungsdienst im Landkreis Rostock haben würde, lehnt der Kreistag mit seinem Beschluss einen Abzug ab und fordert die Landesregierung auf, mögliche Lücken in der Luftrettung durch die Stationierung eines zusätzlichen Rettungshubschraubers zu schließen.