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Restaurierung

Marienkrönungsaltar in Teterow wird zum Leben erweckt

Teterow / Lesedauer: 2 min

Der Altar ist ein zentrales Element im Nordschiff der Teterower St. Peter-und-Paul-Kirche. Nun soll er weiter verschönert werden.
Veröffentlicht:26.10.2022, 10:15

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Der Marienkrönungsaltar in der Teterower St. Peter und Paul-Kirche ist laut Denkmalbehörde ein herausragendes Element des Nordschiffes. Zeigt der Doppelflügelaltar doch geöffnet die Marienkrönung samt Apostelfiguren und im unteren Bereich die Heiligenfiguren. Alle Figuren umgibt eine echte Goldschicht. „Es ist die Festtagsansicht“, sagt Pastor Alexander Lemke. Wann man das Schmuckstück wandele, also die äußeren Flügel zuklappe, sei der Passionsweg Jesu zu sehen. Von der Alltagssicht auf der Rückseite sei jedoch nur noch ein Teil eines Gesichtes vorhanden. 

Doch an dem Altar, der aus der Zeit um 1430 stammt, nagt der Zahn der Zeit. Besonders die Heiligenfiguren im unteren Bereich der Festtagsansicht müssen dringend restauriert werden. „Wir machen gerade unsere ,Hausaufgaben‘“, sagt Pastor Alexander Lemke und schmunzelt. So habe es vor einigen Tagen Vor-Untersuchungen des Marien-Krönungsaltars und des Nordschiffes in der Kirche gegeben. „Bei den Heiligenfiguren wird die obere Schicht soweit abgetragen, bis ihre Lebendigkeit wieder hergestellt ist“, erläutert Alexander Lemke. Bei früheren Restaurierungen habe es einfach noch nicht die entsprechende Technik dafür gegeben, ergänzt er. Wie lange die Restaurierung des Altars und insbesondere der 17 Heiligenfiguren dauere, sei noch unklar. Am Beispiel einer Heiligenfigur solle durchexerziert werden, wie lange man für eine Figur brauche. Dann könne man das auf die übrigen Figuren übertragen.

Nordschiff ist auch im Mitleidenschaft gezogen worden

Auch die Sanierung des Nordschiffes soll künftig angepackt werden. Restaurator Detlef Krohn hat sich mit diesem Teil der St.Peter-und-Paul-Kirche bereits etwas genauer beschäftigt. So sei das Nordschiff im 19. Jahrhundert neu errichtet und dann so ausgemalt worden wie das Mittelschiff. 1955 habe es dann einen weißlich-gelblich gebrochenen Anstrich gegeben. Doch durch einen Wasserschaden sowie durch eine Verrußung sei die Decke in Mitleidenschaft gezogen worden. In seinen Augen gäbe es restauratorisch nun die Möglichkeit, einen repräsentativen Bereich freizulegen und zu restaurieren. Die anderen Flächen sollten dann rekonstruiert werden, ergänzt er.

Wie Pastor Alexander Lemke sagt, sei es das Ziel, Mitte 2023 mit der Restaurierung zu starten. Zu den Kosten könne er noch nichts Konkretes sagen. Das Geld solle über Stiftungen und Spenden eingeworben werden. Einen Teil stemmt zudem die Kirchgemeinde.

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