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Mit dem Rad im Bus rund um den Kummerower See

Malchin / Lesedauer: 2 min

Egal ob Einheimischer oder Urlauber: Wer ab Ostern 2024 mit dem Fahrrad durch die Mecklenburgische Schweiz fährt, kann künftig auch einen Teil der Wegstrecke mit dem Bus fahren.
Veröffentlicht:30.11.2023, 17:43

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An der Müritz können Urlauber schon lange ohne Auto mobil sein. Normal ist es dort auch, dass sich Radtouristen längere Touren zusammenstellen und diese mit Bus oder Schiff kombinieren können. Dort läuft „Müritz Rundum“ erfolgreich. Die Touristen nehmen das Angebot gut an.

Fahrpläne seit Mitte Oktober erweitert

In der Region um den Kummerower See hat ein solches Angebot bisher gefehlt. Im nächsten Jahr sollen auch hier Urlauber, aber auch Einheimische, ihre Räder im Bus mitnehmen können, zumindest an den Wochenenden.

Wie Robert Neidel, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte, beim jüngsten Treffen mit Tourismus-Anbietern der Mecklenburgischen Schweiz erklärte, habe die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH (MVVG) seit Mitte Oktober ihre Fahrpläne erweitert.

Seitdem fahren an den Wochenenden mehrmals Busse auf verschiedenen Linien rund um den Kummerower See, dreimal am Sonnabend und zweimal am Sonntag. Diese bilden dabei sogenannte Fahrten-Paare. Das heißt, Busse fahren fast zeitgleich in beide Richtungen von Malchin, Stavenhagen, Demmin, Dargun, Neukalen, Malchin und umgekehrt. Dabei werden auch Orte wie der Moorbauer, Salem, Warsow und Wagun-Kützerhof angefahren sowie Grammentin, Meesiger, Gravelotte und Sommersdorf.

Neue Möglichkeiten für Urlauber

Im nächsten Jahr sollen diese Busse an den Wochenenden mit einem Anhänger für Fahrräder ausgerüstet werden und damit unterwegs sein. Von Ostern bis Ende der Herbstferien soll es dann die neue Möglichkeit geben, Räder mit dem Bus mitzunehmen. 

Das Regionale Unternehmensnetzwerk (RUN) sieht darin eine große Chance, den Tourismus in der Mecklenburgischen Schweiz weiter entwickeln zu können. Wie Wirtschafts- und Tourismusförderin Lisa Ruschin sagte, hätten Urlauber nun neue Möglichkeiten, mit Rad, zu Fuß oder per Schiff die Gegend zu erkunden. So bekäme man diese vielleicht länger in der Region gehalten. Der Bus bringe sie bis zu den „Hotspots“.

Dass es funktionieren kann, werde an der Müritz vorgelebt. Dort habe sich das Angebot bewährt. „Es wäre schön, wenn sich das bei uns auch so etabliert“, meinte sie. Touristisch gesehen, seien die erweiterten Fahrpläne der MVVG super, einfach von Vorteil.

Werbung für das Angebot nötig

Noch seien jedoch die langen Fahrpläne etwas unübersichtlich. Bis zur nächsten Saison werde man versuchen, die Pläne gästefreundlicher zu gestalten, damit es für Urlauber einfacher wird, die Abfahrtzeiten zu finden. Für das Angebot müsse auch noch stärker geworben werden.

Robert Neidel indes wies zudem darauf hin, dass jetzt Touristen sowie Einheimische auch mehr Busse auf den Linien von Malchin über Stavenhagen nach Neubrandenburg und Waren sowie von Dargun über Gnoien nach Rostock nutzen können. Viele der Tourismus-Anbieter begrüßten die Initiative des Busunternehmens.