StartseiteRegionalMecklenburgische SchweizNeukalen drängt auf Kurtaxe

Erholungs- oder Tourismusort

Neukalen drängt auf Kurtaxe

Neukalen / Lesedauer: 2 min

Die Peenestadt Neukalen möchte ihre Übernachtungsgäste gern zur Kasse bitten. Und wird dabei langsam etwas ungeduldig.
Veröffentlicht:23.10.2021, 10:51

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Die Peenestadt hat es jetzt schwarz auf weiß: Hier herrscht ein gutes Klima. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls ein Gutachten, das der Stadt seit einigen Tagen vorliegt und das sich vor allem auf die Luftverhältnisse in der kleinsten Stadt der Region bezieht. Keine großen Betriebe, die mit ihren Abgasen die Luft verpesten könnten und auch die Privathaushalte heizen offenbar recht klimaschonend. „Das Klimagutachten ist für uns absolut positiv ausgefallen“, verkündete denn auch Bürgermeister Willi Voß (CDU) am Donnerstagabend vor seinen Stadtvertretern.

Warten auf Anerkennung als Erholungsort

Das Gutachten ist für Neukalen ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Staatlich anerkannten Erholungsort – den Titel hatte die Stadt bereits vor mehr als drei Jahren beantragt. Und offenbar wird man nun in der Peenestadt allmählich etwas ungeduldig. Am Donnerstagabend befassten sich die Stadtvertreter mit einem weiteren Antrag.

Diesmal geht es nun um die Anerkennung als „Tourismusort“. Schließlich wolle man endlich einmal mit dem Thema „Kurtaxe“ weiterkommen, wie Bürgermeister Voß erklärte. Als Tourismusort könnte die Kleinstadt eine solche Abgabe von ihren Gästen verlangen. Die Stadtvertreter verschoben allerdings eine Entscheidung auf ihre Dezembersitzung. „Bis dahin wissen wir, ob wir denn nun Erholungsort werden“, begründete Marc Reinhardt (CDU), dass über den „Tourismusort“ erst zum Ende des Jahres abgestimmt werden soll.

Abgabe bei Übernachtung

Wie kann man sich das nun aber vorstellen, wenn Neukalen dann tatsächlich einmal eine Kurabgabe verlangt? Die Abgabe werde bei Übernachtungen in Ferienwohnungen oder etwa im Peenecamp fällig, erläutert der Bürgermeister. Tagesgäste oder Hafenbenutzer, die nicht über Nacht bleiben, zur Kasse zu bitten, sei dagegen nicht geplant. Mit dem eingenommenen Geld solle dann die touristische Infrastruktur weiter ausgebaut werden.

Zwei weitere Bewerber für touristischen Titel

Zusammen mit Neukalen hoffen auch der Malchiner Ortsteil Salem und die Gemeinde Basedow auf den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“. Neukalen sieht sich auf diesem Weg mittlerweile am weitesten vorangekommen.