StartseiteRegionalMecklenburgische SchweizNeukalen leistet sich doch keinen neuen Bauhof

Zu teuer

Neukalen leistet sich doch keinen neuen Bauhof

Neukalen / Lesedauer: 2 min

Fast zwei Millionen Euro hätte der Neubau am Schäferteich gekostet. Zuviel für einen Zwei-Mann-Betrieb, heißt es jetzt aus der Peenestadt.
Veröffentlicht:29.11.2023, 18:28

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Den neuen Standort hatte sich die Peenestadt bereits ausgesucht, auch erste Planungen waren angelaufen. Doch nun kommt der Rückzieher: Einen neuen Stadtbauhof wird sich Neukalen nicht zulegen.

Der Neubau am Schäferteich hätte zwischen 1,5 und 1,9 Millionen Euro gekostet. „Das passt nicht zu unserem Bauhof“, sagte Bürgermeister Rico Zoschke (CDU) am Dienstagabend auf der diesjährigen Einwohnerversammlung, zu der sich 13 Neukalener und drei Stadtvertreter im Rathaussaal eingefunden hatten.

Stadt hat Gebäude mit Hof erworben

Neukalens Bauhof hat gerade einmal zwei feste Mitarbeiter, gab Zoschke zu bedenken. An den beengten Verhältnissen, mit denen die beiden am Rathmannsteich zu kämpfen haben, soll sich aber dennoch etwas ändern.

Die Stadt habe inzwischen das Nachbargebäude mit Hof erworben, nachdem der Eigentümer hier verstorben ist, wie Zoschke berichtete. Das Grundstück soll dann künftig zum Bauhof gehören. „Wir brauchen ja hauptsächlich mehr Platz“, sagte der Bürgermeister.

Auch bei einem anderen Projekt macht die Peenestadt jetzt Abstriche. Für die seit Langem angekündigte Sanierung des Rathmannsteiches sollen wahrscheinlich im Januar die notwendigen Arbeiten ausgeschrieben werden, allerdings werden die sich wohl auf den Teich beschränken.

Den dahinter liegenden kleinen Stadtpark, der den Anschluss an das Wohngebiet an der Dr. Richard-Rademacher-Straße bildet, wird die Stadt aus Kostengründen erst einmal nicht neu gestalten, wie Zoschke in der Einwohnerversammlung berichtete. Der Rathmannsteich soll ausgebaggert werden, damit er danach wieder klareres Wasser führt. Erneuert werden müssen die Ufereinfassungen und die Abdeckungen der Teichmauer. 

Baustart an Turnhalle für März 2024 im Blick

Eigentlich schon laufen sollten die Sanierungsarbeiten in der Turnhalle der Peenestadt. Zoschke kündigte den Baustart nun für den Monat März an. Unter anderem sollen hier die Sanitäranlagen, der Hallenfußboden und die Heizung erneuert werden.

Nach den Ausführungen des Bürgermeisters waren dann die Einwohner an der Reihe. Ihre Fragen drehten sich vor allem um den Breitbandausbau, die Parkplatzsituation in der Stadt, die Kurabgabe oder die Suche nach Ärzten für das Medizinische Versorgungszentrum.

Mit der Kurtaxe werde die Stadt wohl erst im Jahr 2025 starten, antwortete der Bürgermeister, wobei Stadtvertreter Mario Heinzel all zu große Erwartungen an diese neue Einnahmequelle gleich dämpfte. Mit dem Geld würden sich nicht sonderlich viele Probleme lösen lassen.

Um einen neuen Arzt zu finden, sei die Stadt auf vielen Wegen unterwegs, sagte der Bürgermeister, wollte aber Einzelheiten dazu noch nicht verraten.