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Nichts los? CDU will für Stavenhagen eine eigene Kultur–Marke

Stavenhagen / Lesedauer: 2 min

Open–Air–Konzerte im Schlosshof? Lesungen im Schlosskeller? Die Christdemokraten in der Stadtvertretung würden Stavenhagen gern interessanter machen.
Veröffentlicht:03.07.2023, 07:22

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Dargun ist mit seiner Kloster– und Schlossanlage beliebt als Veranstaltungsort für die Festspiele Mecklenburg–Vorpommern, Teterow zieht Künstler mit seiner Galerie im Bahnhof an und Malchin punktet mit seiner Kulturschule. Und Stavenhagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte? Eine eigene Marke für Kultur und Kunst wünscht sich nun auch die CDU für die Reuterstadt. Stavenhagen müsse für Veranstalter und Agenturen attraktiver werden, findet Fraktionschef Michael Kokel. Schließlich habe die Stadt auch einen Schlosshof, das Schloss und noch andere Orte, die für Kultur geeignet wären. Er sehe aber nur Veranstaltungen auf Plakaten vom Musiksommer, die alle woanders sind. Auch Stavenhagen sollte eine eigenständige Marke werden, an der kein Veranstalter mehr vorbei komme.

Vorstoß kam nicht überall gleich gut an

Ein erster Schritt dahin müsse sein, dass die Stadt bei Anfragen von Agenturen, Musikschulen, Theater oder anderen Veranstaltern schnell auf eine Liste zurückgreifen könne, welche Stätte für welches Genre infrage kommt und wie viele Besucher dort Platz finden könnten — für Klassik, Rock, Theater, Pantomime, Lesungen. Kokel forderte von der Stadt, eine solche Liste aufzustellen. Schloss, Restaurants, Kirchen, Sportstätten, Schlossgarten, Museum, Schlosskeller könnten dort aufgeführt sein. Veranstalter wollten immer zuerst wissen, ob die Stadt passende Räumlichkeiten für bestimmte Events anbieten könne. Das könne sie bisher nicht auf kurzen Wegen. Dabei sollte man dann auch an Vereine denken, die das Catering übernehmen könnten.

Vorstoß kam nicht überall gleich gut an

Der Vorstoß der CDU kam nun aber nicht überall gut an. Peter Ritter, Fraktionsvorsitzender der Linken in Stavenhagen, brachte die Arbeitsgruppe „Veranstaltungen“ zur Sprache. Hier könne man sich aktiv mit einbringen und brauche kein Extra–Gremium einzurichten. Die Arbeitsgemeinschaft könne Kooperationspartner suchen. Auch Bürgermeister Stefan Guzu scheint nicht allzu viel vom Vorschlag der CDU zu halten. „Das Schloss können wir nicht beliebig zur Verfügung stellen“, sagte er. Das müsse eine Ausnahme bleiben. Das Gebäude sei Sitz der Verwaltung und die müsse dann jedes Mal Personal abstellen. Auch bei Sportstätten sehe er ein Problem. Die seien in der Regel belegt. Absprachen würden verdammt schwierig werden. Für Michael Kokel waren das nur fadenscheinige Begründungen. Der Schlosshof wäre eine so schöne Kulisse für Open–Air–Konzerte. Damit könnte sich die Stadt über Reuter hinaus einen Namen in der Kulturszene machen, so der CDU–Fraktionschef.