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Fantasy

Scheußliche Morde mitten in MV

Dargun / Lesedauer: 3 min

Bald soll ein Krimi aus Dargun erscheinen. Die Autorin lässt ihre Figuren an Original-Schauplätzen agieren und knüpft eine Verbindung zur realen Geschichte der Klosterseestadt.
Veröffentlicht:31.07.2023, 18:45

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Es wird hochspannend und dramatisch. So hat es Uta Pfützner im März bei ihrem letzten Besuch in Dargun versprochen. Jetzt hat die Fantasy-Autorin aus der Oberlausitz den angekündigten Kriminalroman fertiggestellt, der in der Klosterseestadt spielt. Das Manuskript hat bereits den Weg ins Lektorat genommen. Voraussichtlich Ende September soll das Buch erscheinen, kündigt die 53-Jährige an.

Inspiration in der alten Heimat

Dass sie ausgerechnet in der Mecklenburgischen Schweiz den Stoff für ihr neues Buch fand, kam nicht von ungefähr. Dargun ist die Heimat ihrer Eltern und Großeltern. Dort haben die historischen Kulissen, wie die Koster- und Schlossanlage, sie inspiriert. So lässt sie ihre Figuren an originalen Schauplätzen agieren, vermischt Fantasie mit Realität.

„Innerhalb des Buches ist viel Klostergeschichte zu finden“, verrät sie. Auch werde Plattdeutsch gesprochen, wie es üblich war. Es geht um Satanismus, wo Frauen und Kinder geopfert werden. Zu viel will Uta Pfützner nicht vorwegnehmen. Den Grundstein der Handlung bilde eine Liebesgeschichte zwischen einem französischen Soldaten und einer Fischerstochter aus Dargun im Jahr 1807.

Scheußliche Morde

„Viele Jahre später erlebt eine Nachfahrin ziemlich scheußliche Dinge“, macht die Autorin neugierig. „Der erste Mord passiert, als sie selbst noch ein Kind ist, einer jungen Mutter wurde das Baby aus dem Leib geschnitten, anschließend wurden die Leichen auf einer Wiese am Klostersee vergraben.“ Als ihre Protagonistin erwachsen sei, soll sie das nächste Opfer sein. Noch immer würden okkulte Satanisten versuchen, zu denen auch ihr Vater gehöre, einen neuen Leib für den Geist des Höllenherzogs Astaroth zu finden. „Ihr Vater möchte sie zum Schluss davon beschützen, doch er wird ebenfalls getötet“, so Pfützner.

Das ist der erste Cover-Entwurf für den Roman. Darin findet sich viel Klostergeschichte wieder.
Das ist der erste Cover-Entwurf für den Roman. Darin findet sich viel Klostergeschichte wieder. (Foto: Zvg/privat)

Handlung auch in Teterow, Demmin, Neukalen und Stralsund

Spannend werde es auch in der Nebenhandlung. Hier gehe es um einen Club, der sowohl ein Spielcasino als auch ein Bordell beherbergt. Der Besitzer des Clubs halte vermeintlich die Fäden in der Hand, bis ihm ein mächtiger Mann auf die Spur komme und ihn mit seinen Beziehungen vernichte. „Die schöne Croupière Chloe, die vom Clubbesitzer enttäuscht ist, spielt dabei eine sehr wichtige Rolle, ihre Herkunft wird gegen Ende aufgeklärt“, verrät die 53-Jährige.

Als Handlungsorte habe sie unter anderem Dargun mit seinem Kloster und auch den Laden von Klostervogt Jürgen Hartig ausgewählt, der namentlich eine Rolle spielt. Auch in Teterow, Demmin mit seinem Kreiskrankenhaus und Polizeirevier, sowie in Neukalen und Stralsund agieren die Figuren des Buches. „Ferner erwähnt werden Lüssow, Glewitz, Franzburg, Finkenthal und Basedow“, sagt die Schriftstellerin.

Für das Cover ihres Buches gibt es bereits den ersten Entwurf. Abgesehen von einem Kapitel-Trenner werde ihr Roman nicht weiter illustriert. Verwendet habe sie dafür Fotos, die sie selbst gemacht hatte, als sie in Dargun war. „Ich glaube, das wird eines meiner besten Bücher“, meint Uta Pfützner. Und nicht nur, weil es so pur Mecklenburg samt seinen liebenswerten Originalen sei. Zu erhalten sein soll der gedruckte Krimi später im Klosterladen, weiterhin auf Bestellung in der Buchhandlung oder bei ihr persönlich. In Dargun will sie das Buch in einer Lesung vorstellen.