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Skater haben nun einen neuen Treff in Teterow

Teterow / Lesedauer: 3 min

Viele Jugendliche wissen nach der Schule oder am Wochenende oft nicht, wo sie sich aufhalten sollen. Nun wurde in Teterow eine neue Möglichkeit geschaffen.
Veröffentlicht:16.05.2023, 05:50

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Teterower Jugendliche wünschen sich schon seit über einem Jahr eine feste Skaterbahn beim Bolzplatz im Stadtpark. Nun kommt Bewegung in die Sache. Weil von der Skaterbahn noch nichts zu sehen ist, hat der Kulturverein formate auf dem OGS–Gelände eine Halle zur Verfügung gestellt.  „In Teterow braucht die Skaterszene einen Treff und hier auf dem OGS–Gelände von formate machen wir einen Anfang“, erklärt Antonia Wolff, Sozialarbeiterin für die mobile Jugendarbeit beim Sozialwerk evangelisch–freikirchlichen Gemeinde.

Offene Türen eingelaufen

Es solle erst einmal der Bedarf ermittelt werden, geschaut werden, worauf die Jugendlichen Lust haben, ergänzt Antonia Wolff beim Auftakt am Sonnabendnachmittag. Beim formate–Verein läuft man mit dem Skatertreff offene Türen ein. Es sei ihnen als Verein ein großes Anliegen, das Thema Skaten zu bedienen und das Interesse der Jugendlichen aufzugreifen, hebt Vereinsvorsitzender Hannes Dettmann hervor.

Die beiden Teterower Jugendlichen Oli und Jonathan waren zwei von über zehn jüngeren und älteren Jugendlichen, die beim Auftakt dabei waren und sogar aus Malchin kamen. Sie freuen sich, dass nun ein Skatertreff existiert, sagt Oli und Jonathan nickt zustimmend.

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Weil eine Skaterbahn fehlt, hatten die beiden vergangenes Jahr sogar Unterschriften für eine solche Bahn gesammelt. Rund 300 Signaturen waren dabei zusammen gekommen. Diese Unterschriften und das Konzept präsentierte der 12–jährige Oli dann Bürgermeister Andreas Lange Das letzte Gespräch sei im Januar gewesen. Es sei schade, dass sie bislang keine Antwort erhalten hätten.

Stadtvertreter sind wenig begeistert

Wie Andreas Lange auf Nordkurier–Nachfrage erklärte, befürworte die Stadt eine Skaterbahn. Bei den Stadtvertretern stößt dieses Projekt dagegen auf wenig Gegenliebe. So waren im Haushalt für die Planung einer Skaterbahn 7500 Euro vorgesehen. Bei der Diskussion über das Thema Anfang des Jahres wurden aber ganz schnell Zweifel laut.

Unter anderem wiesen die Gemeindevertreter darauf hin, dass es schon mal eine Skaterbahn in Teterow hinter dem Famila–Markt gegeben habe. Doch das sei eine „Luftnummer“ gewesen. Die Bahn sei weniger genutzt, stattdessen sei dort mehr randaliert worden, hieß es auf der Sitzung. Dass der Bau einer Skater–Bahn ja richtig viel Geld koste, wurde im Januar ebenfalls kritisch gesehen.

Kein Geld in diesem Jahr

Zu weiteren Planungen wird es jedoch erst einmal nicht mehr kommen. Wie Bürgermeister Andreas Lange mitteilte, gebe es dafür einen Sperrvermerk im Haushalt 2023. Soll heißen: Für die Planungen wird in diesem Jahr kein Geld ausgegeben.

Der Kulturverein formate hält an dem Skatertreff jedoch fest. Er hoffe nun auf eine weitere rege Beteiligung, so dass man dann auch ein Konzept gemeinsam mit den Jugendlichen weiter entwickeln und auch einzelne Elemente bauen könne, erläutert Hannes Dettmann. Die Überlegungen könnten sogar so weit gedeihen, dass zusammen mit den Jugendlichen das Konzept für den Skaterpark erstellt werden könnte.