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Vikar eingeführt

Statt großer Stadt nun leben und arbeiten auf dem Land

Dargun / Lesedauer: 2 min

In der Kirchengemeinde Dargun bereitet sich ein 32-Jähriger auf seinen Dienst als künftiger Pastor vor. Dabei will er sich für Taizé und Junge Gemeinde engagieren.
Veröffentlicht:06.12.2023, 11:56

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Als Vikar in eine Kirchengemeinde aufgenommen zu werden, ist schon allein etwas Schönes. Als Lorenz Opitz in Dargun in sein Amt offiziell eingeführt wurde, war das für ihn ein noch besonderer Moment. Denn an dem Tag bekam er den Segen, als vor genau 850 Jahren der Altar in der Klosterkirche geweiht wurde, am 1. Advent.

Die Kraft dieses historischen Ortes habe er gespürt, als er vor dem großen Holzkreuz stand und mit den sechs Konfirmanden die Altarkerzen entzündete, dann mit Pastor Alexander Uhlig an der Seite das Licht zur Gemeinde in die Kirche brachte.

Erinnerung an seine Heimat

Ein bisschen erinnerte ihn der Ort an das Kloster Chorin in seiner Heimat. Der 32-Jährige kommt aus dem brandenburgischen Eberswalde, hat in Jena und Münster evangelische Theologie studiert und ein Auslandssemester im polnischen Krakau in katholischer Theologie absolviert.

Eigentlich wollte Lorenz Opitz in einer größeren Stadt sein Vikariat - den praktischen Vorbereitungsdienst für den Beruf des evangelischen Pastors - leisten, aber nun sei er glücklich, dass er im ländlichen Dargun gelandet ist.

Seit April konnte er die Menschen bereits kennenlernen. Ihm gefällt es hier, obwohl er anfangs Bedenken gehabt habe, gibt er zu. Dadurch aber, dass er die wohl einzige internationale Wohngemeinschaft, im Gutshaus Kützerhof, gefunden hat und zum Pastor gleich einen guten Draht hatte, sei es ihm nicht schwer gefallen, schnell „anzudocken“.

„Ich habe das Reizvolle am ländlichen Raum inzwischen schätzen gelernt“, sagt er. Es sei eine spannende Herausforderung, ein Gespür dafür zu finden, wie die Menschen auf dem Land ticken, was hier wichtig sei, was gut ankomme und neue Formen zu suchen. Gemerkt habe er, dass hier ein gutes Netzwerk um so wichtiger sei. Dann gehe es schneller, seinen Platz zu finden.

Religionsunterricht an der Regionalschule

Bis Oktober hat er schon sechs Monate an der Regionalschule Religionsunterricht gegeben, will jetzt eine Junge Gemeinde in Dargun aufbauen, die es hier noch nicht in dieser Form gibt, mehr sein soll als nur Christenlehre und Konfirmandenunterricht.

Gern würde er den Taizé-Gedanken weiterbringen, der als Symbol der ökumenischen Bewegung gilt. Dieser sei auch entscheidend gewesen, warum er Pastor werden will. Für eine Zeit habe er in der Taizé-Gemeinde in Frankreich als Freiwilliger gelebt, verrät er. Das sei sehr eindrucksvoll gewesen.

Taizé ermöglicht Jugendlichen, das Geheimnis des christlichen Glaubens und der Kirche als Gemeinschaft tiefer zu begreifen. „Gott wurde für mich authentisch“, erklärt er. Er erachte den Glauben als etwas sehr Hilfreiches und Wichtiges. Bis April 2025 wird Lorenz Opitz die Darguner  begleiten.