StartseiteRegionalMecklenburgische SchweizVersorger dreht Neukalenern nun doch nicht das Wasser ab

Sperrandrohung

Versorger dreht Neukalenern nun doch nicht das Wasser ab

Neukalen / Lesedauer: 1 min

Der Vermieter hat die offenen Rechnungen am Montag beglichen. Der Zweckverband geht außerdem auf Distanz zu seiner Sperrandrohung gegen die Mieter.
Veröffentlicht:27.06.2022, 18:24

Artikel teilen:

Die Mieter in zwei Wohnblöcken in der Neukalener Thomas-Müntzer- und in der Hafenstraße können aufatmen. Die vom Wasserzweckverband Malchin/Stavenhagen in der vergangenen Woche angekündigte Sperrung der Trinkwasserversorgung ist vom Tisch. Der Vermieter habe am Montag alle offenen Rechnungen beglichen, teilte WZV-Geschäftsführer David Schacht mit. „Damit ist die Sperrung der Trinkwasserzufuhr abgewendet.”

Lesen Sie auch: Drohung mit Wasser-Sperre schießt weit übers Ziel hinaus

Auch eine für Montagabend im Neukalener Rathaus angesetzte Informationsveranstaltung für die betroffenen Mieter sagte der Zweckverband kurzfristig ab. Wegen des plötzlichen Todes von Bürgermeister Willi Voß wolle man von dieser Einladung Abstand nehmen, hieß es. Bürger und Stadtvertreter seien darüber am Montag informiert worden.

Zweckverband übt sich in Selbstkritik

WZV-Mitarbeiter seien zudem in den betroffenen Blöcken unterwegs gewesen und hätten über die Umstände aufgeklärt, so der Geschäftsführer.

Auch interessant: Vermieter heizt im Sommer – die Mieter sollen zahlen

Das Vorgehen des Zweckverbandes war auf heftige Kritik gestoßen, weil die Mieter keine Schuld an den offenen Rechnungen hatten. „Die Art und Weise der Kommunikation entsprach nicht unserem Anspruch als kommunales Unternehmen. Wir werden interne Abläufe diesbezüglich überprüfen und anpassen”, zeigte am Montag der WZV-Geschäftsführer Reue.