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Jubiläumsjahr beendet

Das will das beliebte Freilichtmuseum Agroneum 2024 bieten

Alt Schwerin / Lesedauer: 3 min

Das Agroneum hat ein erfolgreiches Jubiläumsjahr hinter sich. Als Abschluss wurde ein Glanzlicht gesetzt – im Wortsinne.
Veröffentlicht:01.01.2024, 17:01

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Eigentlich ist das Agroneum in Alt Schwerin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) bereits seit etlichen Wochen in der Winterruhe.  Doch so glanzlos sollte das Jubiläumsjahr zum 60-jährigen Bestehen des Museums nicht zu Ende gehen. Als beschloss die Museumsleitung, der abgelaufenen Saison noch ein Glanzlicht aufzusetzen, und das im Wortsinne: Am vorletzten Tag des Jahres gab es auf dem Gelände einmal mehr den „Lichterglanz“.

Museum ist mit Besucherzahlen zufrieden

Lichtsterne funkelten in den Bäumen, Lichterketten und Lampen sorgten ebenso für Atmosphäre wie eine große Feuerschale, an der die Besucherinnen und Besucher Stockbrot rösten konnten. Das Programm am letzten Öffnungstag war vielfältig. Die Kreativ-Werkstatt für Kinder hatte geöffnet und der Schmied schürte das Feuer, um noch einmal sein Handwerk zu präsentieren.

Mit Fackeln zogen die Besucher zum Abschluss der Veranstaltung „Lichterglanz“ über das Gelände des Agroneums.
Mit Fackeln zogen die Besucher zum Abschluss der Veranstaltung „Lichterglanz“ über das Gelände des Agroneums. (Foto: Michael Grote)

„Wir sind mit den Besucherzahlen im Jubläumsjahr zufrieden“, bilanzierte Museumsleiterin Anke Gutsch. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Agroneum erneut mehr Besucher verzeichnen. An die Zahlen vor der Pandemie käme man aber noch nicht wieder heran, bedauerte Gutsch: „Da fehlen uns noch rund zehn Prozent.“

(Foto: Michael Grote)

Die Festwoche im Sommer brachte erwartungsgemäß viel organisatorischen Aufwand mit sich, „aber es hat Spaß gemacht und sich letztlich auch gelohnt“. So gab es Aktionstage für Kitas und Grundschulen. Dabei erlebten die Kinder Schule vor 100 Jahren, Buttern, Wäsche waschen wie früher und Technikvorführungen. Dazu kamen Spiel und Spaß rund um die Themen Tier, Natur und Technik.

Hallenneubau im Visier

Seenplatten-Landrat Heiko Kärger hatte anlässlich des Jubiläums Ersatz für die in die Jahre gekommene Traglufthalle zugesichert, in der aktuell noch viele landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte ausgestellt sind. Einen konkreten Termin für den Hallenneubau gibt es allerdings noch nicht. In einer anlässlich des Jubiläums eröffneten neuen Sonderausstellung wird ein Bogen der landwirtschaftlichen Entwicklung von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart geschlagen. Damit reagiert das Agroneum bis zu einem gewissen Grad auf Kritik von Fachbesuchern, die den Aspekt der jüngeren Entwicklung im landwirtschaftlichen Sektor vermissten. 

Die Sonderausstellung „60 Jahre Agroneum - Erfahren.Mitmachen.Erleben“, die die vergangenen sechs Jahrzehnte auf lebendig-lockere Weise Revue passieren lässt, befindet sich in der Präsentationshalle auf dem Freigelände und ist im Eintrittspreis enthalten. Anhand der umfangreichen Sammlung an Landmaschinen im Agroneum wird die technische Weiterentwicklung im Laufe der Zeit verdeutlicht.

Oldtimer-Treffen und Tag der Kaltblutpferde im Plan

Den Ausklang der Abschlussveranstaltung bildete bei Einbruch der Dämmerung ein Fackelzug, an dem sich die Besucherinnen und Besucher lebhaft beteiligten.  Immerhin rund 300 Menschen nahmen das Angebot wahr, am vorletzten Tag des Jahres 2023 zum halben Eintrittspreis ins Agroneum zu kommen. Für Anke Gutsch ist nach der Saison vor der Saison: „Wir hoffen, mit unserem Programm im nächsten Jahr erneut wieder viele Menschen auf unserem Gelände begrüßen zu können. Es wird am 24. Februar mit dem beliebten Schlachtefest beginnen. Das offizielle Museumserwachen wird am 17. März sein.“ Zu den weiteren Höhepunkten der Saison werden unter anderem „Das Osterallerlei“ am Ostermontag, der Arbeitstag der Kaltblutpferde im Mai und das Hoffest im Juli gehören. Freunde alten Blechs werden im August zum Oldtimer- und Traktorenwochenende auf ihre Kosten kommen. „Wir werden in der kommenden Saison viel Bewährtes bieten, es aber immer noch ein bisschen besser machen“, verspricht Anke Gutsch.