Ukraine-Krieg

Edeka-Kaufleute sollen russische Ware aus dem Sortiment nehmen

Seenplatte / Lesedauer: 1 min

Lebensmittelhändler reagieren mit einem Warenboykott auf Putins Krieg gegen die Ukraine. Auch in der Edeka-Zentrale liegen die russischen Geschäftsbeziehungen zunächst auf Eis.
Veröffentlicht:01.03.2022, 18:09
Aktualisiert:01.03.2022, 18:11

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Nachdem Lebensmittelhändler Netto als Reaktion auf den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine russische Produkte aus den Regalen nehmen will, kommt eine ähnliche Meldung Dienstagnachmittag auch vom Edeka-Verbund.

Derzeit keine „aktiven” Geschäfte mit Russland

Die Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH unterstütze die von der EU und Deutschland auf den Weg gebrachten Sanktionen gegen Russland, sagte Edeka-Sprecher Max Jendrik Sachau. Und Edeka möchte nicht untätig bleiben. „Deshalb ermitteln wir bereits, ob und in welchem Umfang wir Produkte aus Russland bzw. von Unternehmen, die in Händen russischer Oligarchen sind, in unserem Sortiment führen”, sagte Sachau weiter. Darüber hinaus führten Verantwortliche für den nationalen Einkauf aus der Edeka-Zentrale nach Auskunft des Sprechers schon seit längerem „keine aktiven Geschäftsbeziehungen zu Herstellern mit Sitz in Russland”.

Verbund besteht aus rund 3600 Kaufleuten

Aktuell können immer noch russische Artikel in manchem lokalen Markt zu finden sein. Der Handelsriese begründet das mit seiner Unternehmensstruktur als genossenschaftlicher Verbund aus rund 3600 selbständigen Kaufleuten. Edeka habe die Kaufleute, wie es hieß, gebeten, ihre Sortimente zu überprüfen.

Eine grundsätzliche Vorgabe zum Auslisten scheint es offenbar nicht zu geben. Edeka Nord betonte nämlich auf Nachfrage, dass die Kaufleute das Sortiment ihrer Märkte eigenständig gestalten.

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