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Gerichtsurteil

Falsches Nummernschild kann 900 Euro kosten

Waren / Lesedauer: 1 min

Ein Mann mit Lkw und Anhänger ist von der Polizei mit einem falschen Kennzeichen ertappt worden. Ausreden nutzen nichts: Das Amtsgericht verhängt in Rekordzeit eine Geldstrafe.
Veröffentlicht:09.02.2024, 15:04

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Wer mit einem Fahrzeug mit Anhänger auf öffentlichen Straßen unterwegs ist, sollte im Zweifel lieber nochmal kontrollieren, ob dieser das richtige Kennzeichen hat. Denn ein Fehler kann dabei durchaus teuer werden, wie ein Urteil des Amtsgerichtes in Waren an der Müritz jetzt zeigt. So muss ein 52-jähriger Mann wegen Kennzeichenmissbrauchs und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz fast zwei Monatseinkommen zahlen.

16 Einträge im Vorstrafenregister

Der Demminer, der aber aus Waren stammt, war Anfang 2023 mit einem Kennzeichen eines bereits stillgelegten Lkw an seinem Bauwagen-Anhänger ertappt worden. Der Vorfall hatte sich auf der Bundesstraße 192 bei Waren in Richtung Neubrandenburg ereignet. „Wir haben das Kennzeichen gesehen und geprüft, er hätte damit nicht fahren dürfen“, sagte ein Polizist als Zeuge im Prozess. Die Erklärung des Angeklagten: Er habe schlicht vergessen, nach der Stilllegung des alten Lkw-Zugfahrzeuges auch dessen Kennzeichen am Hänger abzubauen.

Die Ausrede zog aber vor Gericht nicht. „Das Fahrzeug war nicht versichert und hatte im Straßenverkehr nichts zu suchen“, sagte Richter Roland Träger. Beim Blick auf das Vorstrafenregister des 52-Jährigen kamen zudem gleich 16 Eintragungen zutage, unter anderem wegen Urkundenfälschung, Betrug, Diebstahl, Trunkenheit im Verkehr und anderer Delikte. Trotzdem verhängte der Richter nochmals eine Geldstrafe, da die letzte Verurteilung nun schon drei Jahre her sei.

Strafe: 900 Euro – in Rekordzeit

Der Mann, der von Bürgergeld lebt, muss 60 Tagessätze zu je 15 Euro zahlen, also insgesamt 900 Euro. Der Verurteilte nahm das Urteil noch im Gerichtssaal an - und die Verhandlung war nach knapp 25 Minuten bereits vorbei.