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Wie gut, dass es Tierretter gibt

Meinung / Lesedauer: 1 min

Der örtliche Tierschutz hat kürzlich völlig verwahrloste Tiere aus einer Villa befreit. Unseren Redakteur Michael Grote macht das ebenso dankbar wie wütend.
Veröffentlicht:08.02.2024, 06:12

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Im Moment weiß ich nicht genau, was ich fühlen soll. Gerade habe ich den Bericht aus Stralsund gelesen: Der dortige Tierschutz hat, gemeinsam mit Ordnungskräften, ein Dutzend Hunde und einige exotische Schildkröten aus einer Stadtvilla geholt. Die Tiere waren offenbar in völlig verwahrlostem Zustand, mehrere Schildkröten bereits verendet.

Nun wohnen „zwei Seelen, ach, in meiner Brust“, wie es schon Goethe im „Faust“ beschrieb. Einerseits freue ich mich darüber, dass die bedauernswerten Geschöpfe nun in Sicherheit sind und von kompetenten Menschen wieder aufgepäppelt werden, körperlich und seelisch. Die Hunde sind im Tierheim untergebracht, die Schildkröten im Zoo. Dort bekommen sie nun alle Hilfe, die notwendig und möglich ist. Ich finde es toll, dass es ganz offensichtlich Menschen gab, die das Schicksal dieser Tiere mitbekommen und nicht weggeschaut, sondern gehandelt haben.

Und das ist so traurig

Auf der anderen Seite merke ich aber, wie ich traurig werde und, auch das will ich nicht verhehlen, wütend! Ich werde es nie begreifen, warum jemand sich Tiere anschafft und sich dann nicht um sie kümmert, sondern sie in der Garage verwahrlosen lässt oder mehrere kleine Hunde in einem Gästebad einsperrt. Wenn jemand mit den Tieren, die er sich zugelegt hat, überfordert ist, gibt es gewiss Lösungsmöglichkeiten bis hin zur freiwilligen Abgabe. Womöglich seine Launen an ihnen auszulassen, ist aber in keinem Fall zu tolerieren.