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Tiefenwarensee

Großes Fischsterben in Warener See

Waren / Lesedauer: 1 min

Hunderte tote Fische treiben tot auf der Oberfläche des Tiefenwarensees in Waren. Es gibt bereits eine Vermutung zur Ursache.
Veröffentlicht:03.02.2024, 17:28

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Anwohner des Tiefwarensees in Waren haben am Samstag ein großes Fischsterben in dem See entdeckt. Hunderte Fische treiben tot am Ufer des Spielplatzes. Auch auf dem Grund sind viele tote Fische zu sehen. Das Fischsterben scheint unmittelbar von der Regenentwässerung des neu erschlossenen Bahnbetriebsgelände auszugehen.

Keine Gefahr für Anwohner

Vor Ort waren bereits Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, Beamte der Wasserschutzpolizei und eine Vertreterin des Umweltamtes vom Landkreis

Bei den Fischen handelt es sich ausschließlich um Plötzen, wie Fischexperte Sebastian Paetsch von den Müritzfischern dem Nordkurier sagte. Paetsch war auch vor Ort und sicherte der Stadt Unterstützung bei der Entsorgung der Fische zu.

Vermutlich geht es von einem neuen Entwässerungssystem aus.
Vermutlich geht es von einem neuen Entwässerungssystem aus. (Foto: R. Nehls)

Eine unmittelbare Gefahr für die Anwohner gehe nicht aus, so die erste Einschätzung. Es wurden aber Wasserproben entnommen. Vermutlich sind die kleinen Fische aus dem Tiefwarensee in das Rohr geschwommen, das zum Entwässerungssystem des Gewerbegebiets gehört. Sebastian Paetsch vermutet, dass sie vielleicht Schutz vor Raubfischen gesucht haben könnten. Das müsse allerdings geprüft werden.

Bürgermeister: Nicht dramatisch

Warens Bürgermeister Norbert Möller war am Sonnabend nicht vor Ort, kennt den Sachverhalt aber bereits. „Nach dem ersten Augenschein der Fachleute vor Ort ist es wohl nicht so dramatisch, aber auch nicht normal. Ob es mit dem hohen Wasserstand zu tun hat oder mit dem Gewerbegebiet ist derzeit nur spekulativ und muss untersucht werden“, sagte Norbert Möller. Der zuständige Landkreis werde Anfang der Woche entsprechende Maßnahmen einleiten.