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Vandalismus

Hilft die Bahn beim Schmuddel-Problem?

Waren / Lesedauer: 2 min

In den Warener Bahnhof ist viel Geld geflossen. Doch schon nach kurzer Zeit ist viel beschmiert worden. Ein Bündnis soll dem entgegenwirken.
Veröffentlicht:22.09.2023, 07:34

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„Es tut mir in der Seele weh, wie der Bahnhof aussieht. Doch was soll ich da machen“, ließ Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) kürzlich eine gewisse Ratlosigkeit anklingen, als er mit dem Zustand des Bahnhofs konfrontiert wurde. Erst im Juni wurde der barrierefreie Zugang auf der Nordseite feierlich eröffnet.

Schon nach kurzer Zeit beschmiert

Die Kosten für die Rampe lagen bei 4,2 Millionen Euro. Das Land hat mit etwa 2,2 Millionen Euro etwa die Hälfte der Maßnahme gefördert. Doch schon kurze Zeit später waren viele Ecken beschmiert, wie der neue Aufzug und der Treppenaufgang zur Teterower Straße gibt seit Jahren kein gutes Bild ab. 

Der Aufgang zur Teterower Straße ist seit Jahren ein Schandfleck. Dabei gehen hier alle hoch, die mit dem Bus weiterfahren wollen.
Der Aufgang zur Teterower Straße ist seit Jahren ein Schandfleck. Dabei gehen hier alle hoch, die mit dem Bus weiterfahren wollen. (Foto: I. Nehls)

Mitarbeiter des Ordnungsamtes präventiv auf Kontrollstreifen zu schicken, sei laut Ordnungsamtschef Jörn Kober personell nicht machbar. Die Hoffnung ruht nun auf einer Ordnungspartnerschaft mit der Deutschen Bahn. " Das gibt es in größeren Städten und bei Problembahnhöfen“, sagte Kober. Immer dann, wenn die Aufgaben für einen alleine nicht zu bewältigen seien, würden solche Partnerschaften, bei denen auch die Polizei beteiligt sei, helfen. 

Der Aufzug war kaum im Betrieb, da wurde er schon verunstaltet. 
Der Aufzug war kaum im Betrieb, da wurde er schon verunstaltet.  (Foto: Ingmar Nehls)

Auf Nachfrage bei der Verwaltung, wie denn das Gespräch mit Vertretern der Bahn gelaufen sei, hielt man sich mit Auskünften bedeckt. „Die Deutsche Bahn gestaltet nun einen Mustervertrag, der dann mit uns verhandelt wird“, teilte Stadtsprecherin Stefanie Schabbel mit. Norbert Möller hatte vor einigen Wochen auch gesagt, dass er sich durchaus vorstellen könnte, Kameras am Bahnhof zu installieren, die dann – so seine Hoffnung – eine abschreckende Wirkung hätten, vorausgesetzt, dies sei rechtlich möglich.