StartseiteRegionalMüritzInnenminister Pegel bringt mehr als 400.000 Euro nach Rechlin

Schulsanierung

Innenminister Pegel bringt mehr als 400.000 Euro nach Rechlin

Rechlin / Lesedauer: 3 min

Die erste Planung für die Rechliner Schulsanierung war mit der heißen Nadel gestrickt. Umso erfreuter sind die Rechliner über die zweite Fördermittel-Gabe.
Veröffentlicht:22.08.2022, 17:56

Artikel teilen:

„Es wird keine weiterführende Schule in Rechlin mehr geben,“ hieß es lange Zeit. Am 31. Juli 2021 sollte die Regionale Schule unwiederbringlich geschlossen werden. Doch dazu kam es aufgrund des Protestes der Eltern und, wie Bürgermeister Wolf-Dieter Ringguth (CDU) vermutete, wegen der damals bevorstehenden Landtags-Wahlen doch nicht. Stattdessen wurden aus zwei Schulen eine. Bevor die Grundschüler in die Regionale Schule umziehen können, „wird diese Schule in Ordnung gebracht“, informierte der Bürgermeister. Dafür brachte der Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung, Christian Pegel (SPD), 415 000 Euro in Form eines Förderbescheides nach Rechlin.

Mehr lesen:Luftfilter in Schulen – Länder rufen nur Bruchteil an Bundesmitteln ab

Erster Förderantrag war fehlerhaft

Es ist bereits die zweite Förderung aus dem Schulbau­programm des MV-Schutzfonds. Vor etwa einem Jahr gab es bereits einen Förderbescheid aus demselben Fördertopf. Da glaubte die Gemeinde, mit 500 000 Euro aus dem Gemeindehaushalt wäre das Wichtigste getan. Damals ging es nur um die Eingliederung der Grundschule unter anderem mit kleineren Toiletten für die Jungen und Mädchen. Innerhalb einer Woche musste ein Förderantrag gestellt werden, der jedoch fehlerhaft gewesen sei, räumte Ringguth ein.

Damals erhielt Rechlin 240 000 Euro aus dem Topf. Erst dann wurden die Planer beauftragt. Die empfahlen, mindestens für die Hälfte der Klassenräume und die Fachkabinette eine Zwangsbelüftung zu schaffen, sodass die Kinder im Winter nicht ständig die Fenster aufreißen und dann statt mit Corona mit Schnupfen zu Hause bleiben müssten. Als der Schutzfonds noch ein weiteres Mal aufgelegt wurde, weil einige Schulen nichts abbekommen haben, wie Wolf-Dieter Ringguth informierte, nutzte er die Chance ein weiteres Mal.

Nachdem Schwerin überzeugt werden konnte, dass der erste Antrag vor allem schnell, aber wenig zielführend war und sich herausstellte, dass auch die gesamte Elektroinstallation des Schulgebäudes aus dem Jahr 1975 veraltet und zu erneuern ist, kam grünes Licht vom Landesförderinstitut. In der Schule wird nach der Sanierung auch das digitale Zeitalter anbrechen. Alle Kreidetafeln werden durch Whiteboards, eine Weiterentwicklung der klassischen Schultafel, ersetzt – gefördert vom DigitalPakt Schule.

Kosten liegen bei 2,5 Millionen Euro

„Wir wollen eine kleine, feine Schule auf dem Lande sein“, von der 1. bis zur 10. Klasse, so der Bürgermeister. Christian Pegel lobte den Aufbau dieses Schulzentrums, in dem die Kinder nur einmal eine Veränderung erleben müssten, wenn sie sich entscheiden, ans Gymnasium zu wechseln. Schulen wieder zu einer durchgängigen zu entwickeln, sei in den ländlichen Räumen leichter als in den Städten. Wie die Schulleiterin Christiane Krugmann informierte, würden die meisten Schüler gerne an die Schule gehen und oft bis zur zehnten Klasse bleiben.

Derzeit liegen die Kosten für die Schulsanierung bei etwa 2,5 Millionen Euro. Der Bürgermeister vermutet, dass es hier Nachforderungen geben wird. Er nahm die weitere Fördermittelübergabe aus demselben Topf als Anlass für einen Eintrag des Ministers in das Goldenen Buch von Rechlin.