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Internationales Turnier

Junge Tennisspieler reisen aus aller Welt an die Müritz

Göhren-Lebbin / Lesedauer: 3 min

Ein Tennisturnier mit internationaler Beteiligung, bei dem die Teilnehmer um Punkte für die Weltrangliste spielen: Das gab es jetzt in Göhren-Lebbin. 
Veröffentlicht:03.12.2023, 18:16

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Das Golfressort Fleesensee in Göhren-Lebbin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist eigentlich eher - seinem Namen entsprechend - für Sportereignisse mit kleinen genoppten weißen Kunststoffbällen bekannt. Doch in den vergangenen Tagen flogen dort gelbe Filzbälle durch die Halle, im Rahmen der Internationalen Mecklenburgischen Jugend-Hallenmeisterschaften.

Teilnehmer kommen teilweise von sehr weit her

Das nach eigenen Angaben größte zusammenhängende größte Golf- und Tennisareal Deutschlands war Schauplatz der ITF Fleesensee Juniors, bei dem durchaus um Punkte in der Weltrangliste gespielt wurde. Entsprechend international war das Starterfeld: Die rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen 13 und 18 Jahren kamen nicht nur aus vielen Ländern der Europäischen Union, sondern ebenso aus der Schweiz und der Türkei. Auch aus Armenien, selbst aus Indien und Singapur waren Starter an die Müritz gekommen, um sich auf den Plätzen in der Halle im sportlichen Wettkampf zu messen.

Selbstverständlich waren auch Lokalmatadoren aus Mecklenburg-Vorpommern dabei, die somit internationale Erfahrungen sammeln konnten. Erfolgreichster Teilnehmer war dabei Viggo Wagenknecht aus Waren (Müritz). Der 15-Jährige schaffte es mit seinem Spielpartner Finn Heffter immerhin bis ins Halbfinale des Herren-Doppels.

Turnierdirektor Sebastian Herzberg freut sich über ein gelungenes Jugendturnier in Göhren-Lebbin.
Turnierdirektor Sebastian Herzberg freut sich über ein gelungenes Jugendturnier in Göhren-Lebbin. (Foto: Michael Grote)

Sebastian Herzberg organisierte das Turnier zum zweiten Mal an dieser Stelle. Den ursprünglich geplanten Start bereits zwei Jahre zuvor hatte die Corona-Pandemie unmöglich gemacht. Er freut sich nun über den großen internationalen Zuspruch. Denn er wolle Mecklenburg-Vorpommern auf der internationalen Tenniskarte markieren, wo das Land bisher eher ein weißer Fleck sei, erläuterte Herzberg mit einem Augenzwinkern.

Den Gästen gefällt nach seiner Ansicht zudem die schöne Atmosphäre des Fleesensee Ressorts. Der Standort sei von Berlin und Hamburg, aber auch aus Niedersachsen problemlos erreichbar und in einer reizvollen Landschaft gelegen. Das würden die Teilnehmer durchaus zu schätzen wissen, ebenso wie die Ostseenähe: „Einige haben zuvor noch nie das Meer gesehen und an einem spielfreien Tag die Gelegenheit zu einem entsprechenden Ausflug genutzt“, weiß Herzberg. Da helfe es natürlich, dass die meisten Akteure von ihren Eltern begleitet würden.

Das bestätigt auch Teilnehmer Felix Triquart, der aus München angereist ist. Er lobt neben der guten Organisation die schöne Gegend und freut sich über „ein pfundiges Turnier mit einem tollen Hotel“.

Organisator ist Überzeugt: Region hat auch was davon 

„Die Region profitiert von einer solchen Veranstaltung, nicht nur, was den Bekanntheitsgrad angeht“, ist Sebastian Herzberg sicher. Der Berliner hat die feste Absicht, das Turnier in einem Jahr erneut an dieser Stelle zu organisieren. 

Bedauerlich war das plötzliche Ende einer Partie zwischen einem indischen Teilnehmer und seinem Gegner aus der Schweiz. Der 15-jährige Inder stand mit fünf Matchbällen quasi bereits als Sieger fest, als er so unglücklich stürzte, dass er ins Krankenhaus nach Waren gebracht werden musste. Eine weitere Sache betrübt den Turnierdirektor: „Der Gedanke des Fair Play ist bei einigen der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht so verankert, wie wir es uns wünschen würden. Unsere Schiedsrichter mussten deshalb öfter eingreifen, als wir im Vorfeld vermutet hätten. Daran gilt es zu arbeiten.“