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Konzert der Neuen Philharmonie in Malchow war ein großer Erfolg

Malchow / Lesedauer: 3 min

Das Gastspiel der Neuen Philharmonie im Rahmen der Stadt. Land. Klassik! Tour im Malchow fand einmal mehr vor ausverkauftem Haus statt.
Veröffentlicht:07.09.2023, 16:01

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„Die fast intime Atmosphäre bei den Konzerten, den Dirigenten und das Orchester live erleben zu können — das ist immer wieder schön“. Walburga Kleu aus Penkow weiß genau, worauf es ihr bei dem Konzertabend ankommt. Schließlich ist sie Stammgast bei den Veranstaltungen von „Stadt.Land.Klassik!“ und kommt seit fünf Jahren, also von Beginn an, mit ihrer Cousine und einer Freundin zu den Konzertabenden. Auch wenn sie freimütig eingesteht, dass ihr Damen–Trio „nicht so die großen Klassik–Fans“ seien. Durch die Erläuterungen vor jedem Stück würde ihnen die Musik aber doch nahegebracht. Für sie und viele andere Menschen, die vermutlich den Weg zu den großen Konzertsälen nicht auf sich nehmen würden, haben der Gründer der Neuen Philharmonie, Dirigent Andreas Schulz, und Nordkurier–Geschäftsführer Lutz Schumacher im Jahr 2018 das Konzept für die Konzertreihe „Stadt.Land.Klassik!“ entwickelt und zu einem Erfolg geführt.

Auf Partitur und Taktstock verzichtet

Auf allgemein verständliche Informationen versteht sich Lutz Schumacher. Er ist selbst Journalist und gab einmal mehr mit offenkundiger Freude Erläuterungen zu den einzelnen Programmpunkten. Bei der aktuellen 16. Auflage von „Stadt.Land.Klassik!“ sind das Beethovens 7. Sinfonie, Mendelssohns Ouvertüre „Die Hebriden“ und die „Jupiter–Sinfonie“ aus der Feder von Wolfgang Amadeus Mozart. Den ersten Teil, die Sinfonie von Ludwig van Beethoven, interpretierte die Neue Philharmonie unter Leitung des jungen koreanischen Dirigenten Keuntae Park, der nicht nur auf eine Partitur vor sich, sondern ebenso auf einen Taktstock verzichtete und dennoch das Orchester jederzeit voll im Griff hatte.

Das Ehepaar Brigitte und Holger Hakenberg aus Malchow zeigte sich begeistert.
Das Ehepaar Brigitte und Holger Hakenberg aus Malchow zeigte sich begeistert. (Foto: Michael Grote)

Lob für die Konzertreihe

„Ich bewundere den Nordkurier dafür, dass er dieses Programm seit fünf Jahren durchzieht. Das ist gewiss eine Herausforderung, auch finanziell. Aber ich halte es für gut und wichtig, die klassische Musik auf diese Weise direkt zu den Menschen zu bringen“, lobte Kreistagspräsident und Landtagsabgeordneter Thomas Diener (CDU) die Veranstaltungsreihe. Nicht jeder Musikinteressierte könne die weiten Wege in die großen Konzertsäle auf sich nehmen — oftmals allein aus gesundheitlichen Gründen. Das Programm gefiel ihm gut ebenso wie die Akustik in der Malchower Werleburg. Besondere Bewunderung hatte er für die Musiker auf der Bühne, die sich von den sommerlich hohen Temperaturen im Saal nicht beeindrucken ließen. Daran konnten die zwischenzeitlich geöffneten Fenster nur wenig ändern. Das sahen die weit mehr als 200 Menschen im Saal offenbar genauso, denn sie spendeten bereits zur Pause lebhaften Applaus.

Blumen für Nordkurier-Geschäftsführer Lutz Schumacher
Blumen für Nordkurier-Geschäftsführer Lutz Schumacher (Foto: Michael Grote)

Publikum bedankte sich mit viel Applaus

Nach dem zweistündigen Konzert wies Lutz Schumacher mit Bedauern darauf hin, dass es diesmal aus Zeitgründen keine Zugabe geben könne. Dennoch bedankte sich das Publikum mit anhaltenden Ovationen. Die Dirigenten erhielten überdies einen Blumenstrauß als Dankesgeste, überreicht von einem jungen Fan aus dem Familienkreis Schumachers. Wie begeistert die Zuhörerinnen und Zuhörer waren, verdeutlichte eine Bilanz des Ehepaares Brigitte und Holger Hakenberg aus Malchow: „Es war erstklassig, das Zusammenspiel des Ensembles und die Leistung der beiden Dirigenten. Die Erläuterungen machten die aufgeführten Werke umso anschaulicher. Das alles macht die Veranstaltungen von Stadt.Land.Klassik! zu etwas Besonderem“.