StartseiteRegionalMüritzSo könnten Warens Kreisverkehre auch aussehen

Hingucker

So könnten Warens Kreisverkehre auch aussehen

Waren / Lesedauer: 2 min

In Frankreich oder Spanien sind Kreisverkehre bereits Hingucker und werden unter anderem von den Touristen bewundert. Vielleicht auch bald in Waren?
Veröffentlicht:17.01.2024, 08:52

Artikel teilen:

Sie sorgen im Heilbad dafür, dass der Verkehr rundläuft. Doch Hingucker sind die sechs Kreisverkehre in Waren bislang nicht. Das könnte sich aber ändern, denn das Warener Architektenbüro Ocean Architects hat ein Gestaltungskonzept ausgearbeitet.
Erste Entwürfe wurden bei der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstagabend in der Mensa der Regionalen Schule Waren-West vorgestellt. Und die Begeisterung der Ausschussmitglieder war groß.

See-Silhouetten aus Stahl als Schmuckelemente

Auf seinen Reisen in Frankreich oder Spanien sei ihm aufgefallen, wie kunstvoll dort die Verkehrsinseln gestaltet werden, sagte Christian Klein. Der Warener Architekt hat in seiner Heimatstadt unter anderem das Jugendzentrum JOO! entworfen. Bei der Aufgabenstellung für eine Gestaltungsidee der Kreisel griff er jetzt auf ein Element zurück, dass gut ankommt: die Stahlplatte in Form der Stadtsilhouette beim Jugendzentrum. In Anlehnung daran sollen große See-Silhouetten aus Stahl die Kreisel schmücken. Denn schließlich sei das Heilbad ja die Hauptstadt im Land der Tausend Seen. "Wir leben dieses Alleinstellungsmerkmal  aber noch nicht. Da gibt es noch viel ungenutztes  Potential", sagt Christian Klein. Eigentlich lautete sein Auftrag von der Stadt, ein Konzept für den neuen Kreisverkehr zwischen dem Areal Kurzentrum und Wohngebiet Papenberg zu erarbeiten. Christian Klein würde den Gestaltungsansatz mit den See-Silhouetten aber auch auf die anderen Kreisverkehre in Waren als regionales Wahrzeichen ausdehnen. Genügend Seen, die mit ihren Umrissen und Inseln Modell stehen, gibt es ja schließlich.

Idee: Paten für die Inseln gewinnen

Die stehenden Seen sollen sowohl die Verbindung zur Heimat und Region darstellen als auch ein Fotomotiv für Touristen werden, das verspricht, „instagrammable“, also besonders geeignet für Bilder in den sozialen Medien, zu sein. Damit sie auch wirken, müssten die See-Silhouetten etwa 7 Meter hoch sein. Eine 20 Millimeter starke Stahlplatte soll für Standfestigkeit gegen Wind und Vandalismus sorgen. "Gorilla proofed", wie Christian Klein sagt.

Zwei heimische Stahlbaufirmen seien unabhängig voneinander befragt worden, ob sie das Kunstwerk umsetzen könnten und was an Kosten anfallen würde. Laut Christian Klein müsste die Stadt inklusive Aufstellung mit etwa 22.000 Euro rechnen. Dafür sei die Investition langlebig und hätte wenig Kosten in der Pflege. Christian Klein regte an, vielleicht Firmen einzubinden, die gegen einen Beitrag als Inselpaten ein Jahr lang auf dem Sockel des Seestücks stehen könnten. Der Ausschuss stimmte geschlossen dafür, das Konzept zunächst für den Kreisel am Papenberg und danach schrittweise bei den anderen Verkehrsinseln umzusetzen.