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Sperrung

Ölunfall auf der Müritz legt Schiffsverkehr lahm

Röbel / Lesedauer: 2 min

Nach einem Ölunfall in der Nähe des Röbeler Hafens konnten Sportboote und Fahrgastschiffe den Bereich nicht passieren. Eine Yacht hatte Öl verloren.
Veröffentlicht:01.08.2023, 16:09

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Eine Gewässerverunreinigung im Bereich des Röbeler Stadthafens hatte ein Beobachter bereits am Donnerstag gegen 17.30 der Leitstelle gemeldet. Demnach soll sich eine ölhaltige Flüssigkeit an der Wasseroberfläche befunden haben. Unmittelbar darauf stellten die Beamten der Warener Wasserschutzpolizei eine Verunreinigung auf einer Fläche von etwa 350 mal 50 Metern fest.

Charteryacht verlor Öl

Sofort wurden die Freiwillige Feuerwehr Röbel und die Wassergefahrengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Alt Schwerin von der Rettungsleitstelle alarmiert. Gleichzeitig suchten die Beamten bei den Sportbooten, die sich zu der Zeit im Stadthafen aufhielten, nach der Ursache für die Verunreinigung. „Hier wurden unter anderem Proben genommen. Erste Ermittlungen ergaben, dass eine gecharterte Yacht aus noch unbekanntem Grund aus dem Bilgenraum Öl verloren hatte“, teilte ein Polizeisprecher mit.

Die Feuerwehr Röbel und die die Wassergefahrengruppe der Feuerwehr Alt Schwerin waren im Einsatz.
Die Feuerwehr Röbel und die die Wassergefahrengruppe der Feuerwehr Alt Schwerin waren im Einsatz. (Foto: ZVG)

Eine Strafanzeige wurde gestellt und die Ermittlungen zum Sachverhalt laufen derzeit. Außerdem wurden die zuständige Staatsanwaltschaft sowie das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt informiert. Ferner wurde eine Festlegeverfügung, wie es im Amtsdeutsch heißt, gegenüber dem Nutzer des betroffenen Sportbootes ausgesprochen: Das Boot darf den Hafen also nicht verlassen.

Im Umkreis der Yacht wurden Ölschlengel ausgelegt, die inzwischen wieder entfernt werden konnten. Die Ermittlungen dauern an. „Während des Einsatzes durften auf Anweisung der Wasserschutzpolizei keine Sportboote den Hafen verlassen und auch das letzte Schiff der Weißen Flotte musste um 18.50 Uhr einen besonderen Platz anlaufen, um die Fahrgäste von Bord zu lassen“, und habe erst viel später auf seinen Liegeplatz gedurft, teilte der diensthabende Schiffsführer Jürgen Glombitza gegenüber dem Nordkurier mit. Nach seiner Aussage waren die Einsatzkräfte am Freitagmittag noch immer vor Ort. Die Ermittlungen dauern an, teilte die Polizei mit.

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