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Auch Spielplatz geplant

Schliemann-Museum soll barrierefrei werden

Ankershagen / Lesedauer: 1 min

Das Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen wird an die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap angepasst. Doch das ist nur eine der Neuerungen für die kommende Saison.
Veröffentlicht:11.02.2024, 12:31

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"Hier wird sich in den kommenden Monaten einiges ändern" freut sich Undine Haase auf die nächste Zeit. In der Tat werden an dem von ihr geleiteten Schliemann-Museum in Ankershagen in Kürze die Bagger anrücken. Doch es geht nicht etwa dem historischen Pfarrhaus an den Kragen, in dem der Archäologe und Kosmopolit Heinrich Schliemann seine Kinderjahre verbrachte. Vielmehr sollen die Außenanlagen erheblich umgestaltet werden, zum Wohle der Besucherinnen und Besucher.

Geländeanpassung statt Rampe vorm Eingang

So soll der Eingang zum Museum in Zukunft barrierefrei erreichbar sein. Dabei ist jedoch keine Rampe geplant, damit Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Kinderwagen oder Rollatoren den Eingang besser erreichen können. "Wir haben vielmehr beschlossen, das Gelände im Ganzen anzuheben, damit das Bild des Gebäudes an sich erhalten bleibt", erläutert Haase. Gleichzeitig werden die Wege zum Museumsgebäude und zum benachbarten Museumscafé so breit ausgebaut, dass künftig zwei Rollstühle aneinander vorbei passen. 

Im kommenden Monat soll darüber hinaus ein weiteres Projekt im Außenbereich des Museums in Angriff genommen werden: ein Highlight vor allem für die jüngeren Besucher. Während im vorderen Teil des Areals das sechs Meter hohe trojanische Pferd als Kletter- und Rutschmöglichkeit dient, soll im hinteren Parkbereich der Nachbau einer Bireme aufgestellt werden. Dabei handelt es sich um ein hölzernes Schiff, dessen historisches Vorbild mit einem Rammsporn und zwei Ruderreihen in der Antike bei Griechen, Römern und nahöstlichen Marinen im Einsatz war. Ergänzt werden soll die Installation mit einem Außenbereich, der Sitzgelegenheiten und einige Infotafeln enthalten soll.

Inhaltlich wird das Museum unter anderem mit einer neuen Sonderausstellung Besucher anlocken: Ab Mai wird es dabei um Otto von Bismarck gehen, den ersten Kanzler des deutschen Reiches und Begründer des modernen Sozialstaates.