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Bevölkerungszuwachs

Seenplatte verzeichnet landesweit größten Wanderungsgewinn

Neustrelitz / Lesedauer: 2 min

Erneuter Bevölkerungszuwachs in MV: Allein in der Seenplatte gab es fast 5000 Zuzügler mehr als Weggezogene. Das reicht aber nur für den dritten Platz im Land.
Veröffentlicht:03.07.2023, 16:17

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Die Zahl der Menschen, die im Vorjahr nach Mecklenburg–Vorpommern gezogen sind, überstieg erneut die Zahl der Menschen, die weggezogen sind. Nach absoluten Zahlen kann dabei die Mecklenburgische Seenplatte den größten Zuzug aufweisen. Das geht aus den Zahlen hervor, die das Statistische Landesamt in Schwerin in der vorigen Woche zur Bevölkerungsentwicklung 2022 vorgelegt hat. 

So viel mehr Menschen leben insgesamt in MV

Demnach hat der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Vorjahr einen Wanderungsgewinn (Differenz von Zugezogenen und Weggezogenen) von 4873 Einwohnern verzeichnet. Dahinter folgen der Landkreis Rostock mit einem Plus von 4719 Bürgern und Vorpommern–Greifswald mit einem Zuwachs um 4502 Menschen. Allerdings ist die Mecklenburgische Seenplatte flächenmäßig  auch der größte aller Landkreise und hat die höchste Einwohnerzahl.

Zudem ergibt sich eine andere Rangfolge in Sachen Bevölkerungszuwachs werden noch die Geburten und Todesfälle hinzugerechnet. Dann beträgt das Bevölkerungsplus in der Seenplatte nur noch 2043 und in Vorpommern–Greifwald 1904. Der Landkreis Rostock landet dann hingegen auf dem ersten Rang mit einem Zuwachs von 3011 Bürgern. 

Landesweit übersteigen seit etlichen Jahren die Todesfälle die der Geburten. Trotz dieses Sterbeüberschuss hatten aber alle MV–Kreise und kreisfreien Städte im Jahr 2022 aufgrund ihrer Wanderungsgewinne am Ende einen Bevölkerungsanstieg zu verzeichnen. Diese Tendenz gibt es seit einigen Jahren. Zum Stichtag am 31. Dezember 2022 lebten insgesamt 17.218 Menschen mehr in Mecklenburg–Vorpommern als noch ein Jahr zuvor. 

Wie aus früheren Veröffentlichungen hervorging, ist der jüngste Zuwachs beträchtlich geprägt von der Zuwanderung ukrainischer Kriegsflüchtlinge. Doch gewinnt Mecklenburg–Vorpommern als Wohnort bei Bundesbürgern anderer Regionen auch an Zuspruch.

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