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Krisenstimmung

So sieht der Sparplan vom Luftfahrttechnischen Museum Rechlin aus

Rechlin / Lesedauer: 2 min

Gute Besucherzahlen in dieser Saison können die Betreiber des Luftfahrttechnischen Museums zufrieden machen. Aber mit Sorge schauen sie auf 2023.
Veröffentlicht:02.11.2022, 17:08

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Mit insgesamt rund 32.500 Besuchern hat das Luftfahrttechnische Museum in Rechlin das Vorjahresniveau erreicht. Das sei zum einen erfreulich, zum anderen hatte Torsten Heinrichs, vom „Förderverein Luftfahrttechnisches Museum Rechlin“ e.V. auf ein paar mehr gehofft, weil das Museum im Vergleich zur zweimonatigen Corona-Schließung länger geöffnet war. Doch „rückblickend können wir zufrieden sein“, so der Vereinsvorsitzende.

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Erhebliche Mehrkosten befürchtet

Dennoch sei der Blick auf die kommende Saison sorgenvoll, denn es kommen erhebliche Mehrkosten auf die Rechliner zu. Das seien etwa 34.000 Euro an zusätzlichen Personalkosten. „Wir gönnen es jedem Angestellten, aber es tut weh, weil wir keine Trägerschaft haben“, bei dem die Hand aufgehalten werden könne. Kurzarbeit werde es jedoch nicht geben, versicherte Torsten Heinrichs. Insgesamt werde mit Zusatzkosten in Höhe von 60.000 Euro gerechnet, die sich zusammen mit den gestiegenen Energiepreisen ergeben – etwa 25 Prozent Mehrkosten als sonst.

Andere Öffnungszeiten

Um Geld zu sparen, werde darüber nachgedacht, die Öffnungszeiten anzupassen. Normalerweise werden die Museumstore ab Februar geöffnet. Hier werde eine tageweise Öffnung geprüft. Weiter werde nach Möglichkeiten gesucht, Energie zu sparen. Aber auch die Kosten für die Umrüstung müssen erst aufgebracht werden. Bei intensiven Gesprächen in den Vorständen des Luftfahrttechnisches Museum Rechlin e. V. und im Förderverein sei aufgrund der aktuellen Krise die Entscheidung gefallen, mit weniger Gästezahlen zu rechnen, „weil wir nicht wissen, wie das Urlaubsverhalten der Menschen sein wird“.

Besucher-Ticket wird 2023 teurer

Mit einer Gästezahl von 27 000 und den damit berechneten dringend benötigten Einnahmen steigen die Kosten des Einzeltickets von neun auf zwölf Euro, um wenigstens die schwarze Null zu erzielen. Familienpreise würden proportional ebenfalls angehoben. Bisher hätten die Eintrittspreise im unteren Durchschnitt gelegen und seien jetzt an den aktuellen Ticket-Preis des Müritzeums angeglichen, hieß es. Kommen weniger als 27 000 Besucher, „haben wir ein Minus. Vor so einem Problem standen wir noch nie“, so Torsten Heinrichs. Trotzdem sehe er nicht schwarz, weil sich das Museum etabliert habe. „Wir haben ein gutes Jahr hingelegt und es geschafft, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden“, ist er froh.