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Badestelle

Spendenaufruf rettet beliebten Steg

Müritz / Lesedauer: 2 min

Der Badesteg am Mühlensee in Ankershagen ist in die Jahre gekommen. Die letzte Hoffnung für das Ausflugsziel war ein Spendenaufruf.
Veröffentlicht:14.01.2024, 11:58

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Mit einer guten Nachricht ist das neue Jahr in der Schliemann-Gemeinde Ankershagen gestartet. Denn wie Bürgermeister Thomas Will dem Nordkurier sagte, ist es tatsächlich gelungen, genügend Geld für die Reparatur des Badestegs am beliebten Mühlensee zu sammeln.

Steg wurde überraschend gesperrt

Der Steg musste zum Entsetzen vieler Einheimischer und Besucher im Spätsommer trotz jährlich stattgefundener Unterhaltungsmaßnahmen nach der Hauptuntersuchung aus verkehrssicherungstechnischen Gründen gesperrt werden. Mehrere tragende Balken und Bohlen wiesen eine beginnende bis fortschreitende Verrottung auf. Die Kosten für die Sanierung bezifferte Thomas Will auf etwa 10000 Euro. Davon wolle man Lärchenholz statt günstigem Nadelholz kaufen. Zwar beabsichtigte die Gemeinde, den Badesteg instand zu setzen, doch aufgrund der Haushaltslage fehlten die notwendigen finanziellen Mittel. Die letzte Hoffnung lag auf einem Spendenaufruf.

Starker Frost würde helfen

„Wir haben in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung den Beschluss gefasst, das Material zu kaufen. Wir hoffen, dass der See vielleicht im Februar noch einmal so zufriert, dass wir auf das Eis können“, sagte Thomas Will am Donnerstag. Die Gemeinde möchte die Sanierung selbst durchführen und das gesammelte Geld nur für die Materialkosten ausgeben, wie Will erklärte.

Die Sperrung des Stegs hatte sich schnell herumgesprochen und Bürger aus verschiedenen Dörfern haben sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen, um sich gegenseitig mit Informationen zu versorgen und vielleicht auch Spenden zu organisieren.

Der etwa 40 Hektar große See am Rande des Müritz Nationalparks ist bei Einheimischen und bei Urlaubern sehr beliebt und gilt neben dem Bornsee und dem Trinnensee als einer der drei historischen Quellseen der Havel. Der Mühlensee liegt auch unmittelbar am viel befahrenen Radweg Berlin-Kopenhagen. Bereits 2014 habe man den Steg mit Zustimmung des Nationalpark-Amtes saniert. „Wir dürfen ihn reparieren. Ist er aber einmal weg, wird er wohl nicht wieder kommen“, erklärte Thomas Will.