StartseiteRegionalMüritzÜber 140 Unterschriften für Warener Demokratiebündnis

Protest gegen Rechts

Über 140 Unterschriften für Warener Demokratiebündnis

Waren / Lesedauer: 2 min

Das neue Bündnis, das sich jetzt immer donnerstags auf dem Warener Marktplatz treffen will, hat prominente Unterstützer. Viele sind nun gespannt, wie es weitergeht. 
Veröffentlicht:06.02.2024, 12:06

Artikel teilen:

Der Anfang ist gemacht. Das Warener Demokratie-Bündnis hat sich mit der ersten Veranstaltung am 1. Februar auf dem Neuen Markt gegründet. Etwa 300 Menschen hatten sich dort versammelt, um ein Zeichen für Freiheit, Vielfalt und die unantastbare Menschenwürde gesetzt. Wie Ritva Marx, eine der Initiatoren, dem Nordkurier sagte, haben mittlerweile über 140 Menschen den Aufruf des Bündnisses unterzeichnet. "Das macht uns viel Mut", sagt Marx.

Bundestagsabgeordneter und Landtagsabgeordnete mit dabei

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Arlt, Steffen Bütow vom Schlossgymnasium Torgelow, Kirchenmusikdirektorin Christiane Drese, die SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Julitz, Pastorin Anja Lünert, Warens Bürgermeister Norbert Möller, Warens Präsident der Stadtvertretung Rüdiger Prehn, RAA-Chef Christian Utpatel und Pastor Marcus Wenzel. 

In dem Aufruf heißt es : "Wir setzen Zeichen für gelebte Demokratie, Zivilcourage und gegen weitere Spaltung. Auch Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die arbeiten und sich engagieren, müssen wieder stärker wahrgenommen werden. Wir wünschen uns wieder mehr Respekt für Menschen, die sich öffentlich konstruktiv äußern, die Verantwortung in politischen Ämtern übernehmen und ehrenamtlich Tätige. Das Warener Demokratiebündnis steht für ein friedliches und faires Miteinander, für Freiheit und Vielfalt. Das Warener Demokratiebündnis setzt sich besonders im eigenen Umfeld für die Achtung unserer demokratischen Grundwerte ein, für eine Orientierung am Wohl aller Mitglieder unserer Gesellschaft und am Gemeinwohl, für gegenseitigen Respekt, für konstruktiven Streit und die Suche nach Kompromissen."

Geplant ist, dass nun regelmäßig Menschen am Donnerstag zusammenkommen.
Geplant ist, dass nun regelmäßig Menschen am Donnerstag zusammenkommen. (Foto: André Klevenow)

Abgrenzen oder Brücken bauen?

Wie die Initiatoren Antje Hübner, Samuel von Frommannshausen, Ritva Marx und Agnes Scheper ankündigten, sollen regelmäßig an den Donnerstagen ab 18 Uhr Zusammenkünfte auf dem Neuen Markt stattfinden. Los geht es damit nach den Winterferien. Ideen, wie die Donnerstage gestaltet werden könnten, gibt es aus der Gruppe der Initiatoren heraus schon einige, von einem gemeinsamen Essen an einer großen Tafel bis zu Tanzen, Theater oder Gesang. Hauptsache miteinander. Um dies mitzugestalten, wolle man an den Montagabenden offene Organisationstreffen im Café international der Initiative Müritz hilft anbieten.

Unklar ist noch, wie stark sich das Bündnis zur AfD abgrenzt, oder ob der Versuch gestartet wird, Brücken zwischen verschiedenen Positionen zu bauen. Einige Teilnehmer setzten mit Plakaten und verbalen Äußerungen ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus. Am Rand der Veranstaltung standen auch einige Warener, die regelmäßig die Montagsveranstaltungen der umstrittenen Initiative "menschlich.stark.miteinander" besuchen. Störungsversuche der rechtsextremen Kleinstpartei "Neue Strärke" wurden durch die Einsatzkräfte der Polizei verhindert.

Unklar ist noch, wie stark sich das Bündnis von rechten Parteien abgrenzen will.
Unklar ist noch, wie stark sich das Bündnis von rechten Parteien abgrenzen will. (Foto: André Klevenow)