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775 Jahre

100.000 Menschen feierten Jubiläumsjahr in Neubrandenburg

Neubrandenburg / Lesedauer: 3 min

Allein 40.000 Menschen beim MV-Tag, 10.000 bei den Open Airs, zudem Tausende bei Oster- und Silvesterpartys: Was Neubrandenburg 2023 gerissen hat, kann sich sehen lassen!
Veröffentlicht:07.02.2024, 17:02

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Rund 100.000 Menschen haben im vergangenen Jahr die Feierlichkeiten zu 775 Jahre Stadtgründung Neubrandenburg erlebt. Davon seien allein 40.000 beim MV-Tag gewesen, zogen am Mittwoch Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) und die Chefin der Veranstaltungszentrum Neubrandenburg GmbH (VZN) eine Bilanz des Festjahres. 

Konzerte, Partys und Online-Werbung

Die Open-Air-Konzerte im Sommer hätten an drei Abenden insgesamt 10.000 Gäste angezogen, beim Osterfeuer oder auf der Silvesterparty seien jeweils rund 3000 Besucher gezählt worden. Über die Sozialen Medien der Vier-Tore-Stadt seien 2023 fast 800.000 Menschen erreicht worden, das entspreche einer Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr

VZN-Chefin Barbara Schimberg und Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) zogen eine positive Bilanz zum Festjahr 775 Jahre Neubrandenburg.
VZN-Chefin Barbara Schimberg und Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) zogen eine positive Bilanz zum Festjahr 775 Jahre Neubrandenburg. (Foto: Mirko Hertrich)

Laut einer nach Angaben der Stadt repräsentativen Umfrage haben über 80 Prozent der Neubrandenburger an mindestens einer Jubiläumsveranstaltung teilgenommen. Knapp 80 Prozent hätten angegeben, sie seien stolz darauf, was in Neubrandenburg zum Jubiläum auf die Beine gestellt worden sei. 82 Prozent würden die Neubrandenburger Strategie begrüßen, das ganze Jahr die Gründung der Stadt zu feiern, deren Stiftungsurkunde auf den 4. Januar 1248 datiert. 

Neue Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr 

Das Budget für die Durchführung des Jubiläumsjahrs mit 60 Veranstaltungen lag laut OB Witt bei 250.000 Euro, davon seien 150.000 Euro ans VZN gegangen. Der Rathauschef hob hervor, dass die Stadt das Jubiläumsjahr aus eigener Kraft gestemmt habe. Es sei kein zusätzliches Personal eingestellt oder eine Agentur beauftragt worden. 

Für das Jubiläumsjahr wurden einige neue Veranstaltungen aus der Taufe gehoben, von denen einige weitergeführt werden sollen. In diesem Jahr soll es beispielsweise wieder ein Osterfeuer sowie eine Silvesterparty im Kulturpark geben, kündigte Witt an. Auch das Format Erzählcafé werde in den Stadtteilbüros weitergeführt. 

Für das 777. Stadtjubiläum in 2025 soll es dann eine zweite Klappe für das Klappstuhlkino am Tollensesee geben, das im Sommer vergangenen Jahres viele Menschen anzog. Auch ist geplant, Neubrandenburger und Gäste der Stadt wieder an eine lange Festtafel zu laden. Diese soll entsprechend der Jubiläumsjahreszahl dann auch zwei Meter länger sein.  

Umfrage: 90 Prozent leben gern in Neubrandenburg

Silvio Witt zeigte sich vor Journalisten stolz darüber, „was wir in unserer Stadt gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Und damit mit einem vergleichsweise geringen Budget und dem vorhandenen Team“.  Barbara Schimberg lobte die Freundlichkeit und den Zusammenhalt der Menschen im Festjahr. 

Nach den Worten des Oberbürgermeisters lässt sich bei Veranstaltungen wie dem 775. Jubiläumsjahr feststellen, dass die Menschen „die Stadt mögen und sehr gern hier leben“. Das legt auch die Umfrage der Stadt unter 300 Neubrandenburgern ab 16 Jahren nah. Fast 90 Prozent gaben an, gern oder sehr gern in Neubrandenburg zu leben, besonders hoch war die Zustimmung bei Menschen ab 40 Jahren.

Witt findet auch die Zustimmung der 16- bis 39-Jährigen mit 74 Prozent „sehr zufriedenstellend“. Die Stadt brauche sich damit im Vergleich nicht zu verstecken und stehe auch in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht gut dar. „Wir machen uns immer klein und bescheiden, die Rostocker und Schweriner haben ein viel größeres Selbstbewusstsein.“