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Altentreptower Schüler spüren in Spanien Europas Wurzeln nach

Altentreptow / Lesedauer: 2 min

Der Aufenthalt in Vigo ist für Schüler der KGS Altentreptow Teil eines längerfristig angelegten internationalen Projekts. Im kommenden Jahr ist die Tollensestadt Gastgeber.
Veröffentlicht:29.09.2022, 07:49

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Auf dem Steckbrief haben Altentreptow und Vigo wenig gemein – die norddeutsche Tollensestadt mit ihren gut 5100 Einwohnern und die rund 295.000 Einwohner zählende Hafen- und Universitätsstadt an der spanischen Atlantikküste. Für acht Schüler und zwei Lehrer der KGS Altentreptow ist das einen halben Kontinent entfernte Vigo in jetzt jedoch ein Stück näher gerückt. Im Rahmen eines vom Erasmus+-Programm der Europäischen Union geförderten Projekts erkundeten sie diesmal die spanische Stadt und ihre Umgebung.

Zuvor waren die Jugendlichen bereits nach Griechenland gereist und auch eine Schule aus Polen beteiligt sich an dem Austausch unter der Leitfrage „Woher komme ich?“ In theoretischen und praktischen Forschungsarbeiten suchen die Teilnehmer aus vier verschiedenen Ländern dabei nach ihren geopolitischen Wurzeln. Und die sind oft fest miteinander verwoben, wie Schulleiter Dirk-Michael Brüllke weiß. „Der Sinn dieses Projektes ist, den jungen Teilnehmern verschiedene Perspektiven bei der Betrachtung der Weltgeschichte zu geben und Ihnen durch den Austausch mit europäischen Schülern bewusst zu machen, dass wir alle in einer Welt leben und durch die zeitgeschichtliche Entwicklung und Völkerwanderungen verbunden sind“, erklärt er. „Diese Europawochen erweitern somit den Horizont der Teilnehmer und schließen sie auf für Toleranz und das Zusammenleben von verschiedenen Kulturen.“

Schule sucht Gastfamilien für Europawoche im März

In Griechenland wie in Spanien erkundeten die Schüler auf der Suche nach ihren Urahnen gemeinsam archäologische Ausgrabungsstätten. Bei der Europawoche in Altentreptow im März stehen die bronzezeitliche Schlacht im Tollensetal und ein Besuch im Schliemann-Museum in Ankershagen auf dem besonderen Lehrplan. Schon jetzt sucht die Schule Gastfamilien für die Besucher aus Griechenland, Spanien und Polen.

Nach dem Auslaufen des Projekts soll es mit einem nächsten Erasmus+-Austausch weitergehen, die neue Runde laufe bereits. Seit über 20 Jahren organisiert die KGS solche internationalen Begegnungen, ist laut Brüllke als eine von nur wenigen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern als Erasmus+-Institution akkreditiert. Das Thema ist immer wieder ein anderes, das Ziel aber bleibt das gleiche: Junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen sollen erkennen, wie nah sie sich eigentlich sind.