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Bauern-Proteste

► Landwirte besetzen Brücken der A20 und A19

Neubrandenburg/Malchow/Röbel/Jarmen / Lesedauer: 2 min

Dem Aufruf der Bauernverbände zum „Brückentag“ an den Autobahnen im Nordosten folgten am Mittwochmorgen viele Landwirte. Auch in einer Stadt wurde es lauter.
Veröffentlicht:31.01.2024, 08:02
Aktualisiert:31.01.2024, 10:27

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Die Bauernverbände Altentreptow sowie Mecklenburg-Strelitz riefen für Mittwoch zu einem sogenannten „Brückentag“ auf. Seit 7 Uhr besetzen Landwirte aus der Region mit ihren Traktoren Autobahnbrücken der A20 und der A19.

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Auch an der A20 - Anschlussstelle Neubrandenburg Ost versammelten sich am Mittwochmorgen Traktoren.
Auch an der A20 - Anschlussstelle Neubrandenburg Ost versammelten sich am Mittwochmorgen Traktoren. (Foto: Felix Gadewolz)

Wie es vom Bauernverband heißt, soll es aber keine Blockaden geben. Ein Sprecher teilte mit, dass die Bauern lediglich gesehen und wahrgenommen werden möchten. Das bestätigte auch die Polizei am Mittwochmorgen.

An zahlreichen Anschlussstellen der A20 und A19 wird es bis 9 Uhr zur Protestaktionen kommen. So versammelte sich beispielsweise an der Auf- und Abfahrt Neubrandenburg Ost ein Gruppe von Landwirten mit ihren Traktoren.

Von Petersdorf aus in Richtung Malchow ist eine Spur der Brücke blockiert, sodass man vorbeifahren kann.
Von Petersdorf aus in Richtung Malchow ist eine Spur der Brücke blockiert, sodass man vorbeifahren kann. (Foto: Kathleen Stutz)

In Malchow ist eine kleine Gruppe von Landwirten dem Aufruf des Bauernverbands gefolgt. An der Petersdorfer Brücke, die über die Autobahn 19 führt, haben sich am Mittwochmorgen Landwirte aus Malchow und Umgebung  zu einer Mahnwache versammelt.

An der Petersdorfer Brücke haben sich Landwirte aus Malchow und Umgebung zu einer Mahnwache versammelt.
An der Petersdorfer Brücke haben sich Landwirte aus Malchow und Umgebung zu einer Mahnwache versammelt. (Foto: Kathleen Stutz)

Von Petersdorf aus in Richtung Malchow ist eine Spur der Brücke blockiert, sodass man vorbeifahren kann. Eine komplette Sperrung sei nicht genehmigt worden, hieß es von den Landwirten vor Ort. Aktuell stehen dort sechs Fahrzeuge.  Der Verkehr kann ohne Störungen rollen.

So sieht es auf der Brücke bei Röbel aus.
So sieht es auf der Brücke bei Röbel aus. (Foto: Michael Grote)

An der A19-Brücke bei Below, kurz vor Landesgrenze nach Brandenburg, habe es am Mittwochmorgen bislang keine Aktivitäten gegeben.

An der Autobahnbrücke in Dambeck bei Röbel haben sich am Mittwochmorgen wiederum etwa 30 Personen mit 20 Fahrzeugen versammelt. Die Polizei ist vor Ort und regelt den Verkehr an der Brücke der B198, die Neustrelitz und Plau verbindet.

An der Autobahnbrücke in Dambeck bei Röbel haben sich etwa 30 Personen mit 20 Fahrzeugen versammelt.
An der Autobahnbrücke in Dambeck bei Röbel haben sich etwa 30 Personen mit 20 Fahrzeugen versammelt. (Foto: Michael Grote)

Vor Ort ist auch der Geschäftsführer des Bauernverbandes Müritz, Matthias Schmidt. Er betonte im Gespräch mit dem Nordkurier erneut die Gesprächs- und Kompromissbereitschaft der Landwirte. Die Bauern hätten Vorschläge gemacht.

Er zeigte sich allerdings enttäuscht darüber, dass aus Berlin bisher kein Signal zu Gesprächen gekommen sei. Daher würden die Landwirte mit ihren Aktionen fortfahren. „Wir wollen keine Lippenbekenntnisse, sondern konkrete Vorschläge. Sonst sterben wir Bauern auf Raten“, sagte Schmidt.

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Auf der Brücke der B 110 über die A 20 an der Anschlussstelle Jarmen blockieren Landwirte mit zehn Fahrzeugen, davon acht Traktoren, die aus Richtung Anklam gesehen rechte Fahrspur.

Auf der Brücke der B110 über die A20 an der Anschlussstelle Jarmen blockieren Landwirte eine Fahrspur.
Auf der Brücke der B110 über die A20 an der Anschlussstelle Jarmen blockieren Landwirte eine Fahrspur. (Foto: Stefan Hoeft)

Auf der A20 zwischen Gützkow bis zur Anschlussstelle Neubrandenburg Nord sind die meisten Brücken besetzt. Selbst auf den kleineren Brücken ohne Anschlüsse zur Autobahn stehen oft zwei oder mehr Traktoren.

Es soll keine Blockaden geben. Die Bauern, wie diese aus dem Raum Jarmen, wollen lediglich gesehen und wahrgenommen werden.
Es soll keine Blockaden geben. Die Bauern, wie diese aus dem Raum Jarmen, wollen lediglich gesehen und wahrgenommen werden. (Foto: Stefan Hoeft)

Laut wurde es am Vormittag dann kurzzeitig in Jarmen. Dort fuhren Landwirte mit einem Traktor-Konvoi eine kleine Stadtrunde - inklusive Hupkonzert.

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